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Persönliche Nachrichten.
Mouchot sie durch einen Revolverschuss an der Schulter verwundete. Weitere Schüsse abzugeben, verhinderte ihn das enge, wütende Hingen der beiden Tiere. Eilig abgestiegen, riss Mouchot einen Baumpfahl aus und schlug damit auf die Bestie ein. Leider wurden über diesen Vorgang die Wagenpferde scheu, so dass der Eigentümer, von der fast sicheren Beute ablassend, Husserste Mühe hatte, dieselben wieder zum Stehen zu bringen. So riss sich die Wöllin los und entfloh unter Geheul, einen starken Blutstreifen hinter sich lassend, nach dem Wahle. Zwei Steinklopfer, welche jetzt, zu split auf der Kampfstätte ankamen, verfolgten das Tier im Walde, jedoch ohne seiner habhaft zu werden. Der Hund kam, dank seinem mit Stacheln besetzten Halsbande, mit einer starken Bisswunde am Kopfe davon. — Aus Samobar in Kroatien meldet man vom 12. Januar: Hier liegt der Schnee eine Klafter hoch; die Verwehungen sind sehr stark und hüufig. Die Wölfe wagen sich in grosser Anzahl nachts in unseren Marktflecken. Vorgestern Abend ging ein Bauer mit seiner Tochter von Samobar nach dem drei Stunden entfernten Ruda; auf dem Wege wurden beide von Wölfen überfallen und aufgefressen. Am anderen Tage fand man im Schnee Blutspuren, die Stiefel und andere Kleidungsstücke der Unglücklichen. B. T. Bl. 11. 1. 1880.
13. Wolf. Aus Arnswalde wurde vom 22. Februar 1880 gemeldet, dass der dortige Kreis wiederum von zwei Wölfen, von denen der eine ein sehr starker Bursche, heimgesucht wurde. Zunächst wurden die Spuren im herrschaftlichen Garten zu Steinberg gefunden. E. Friedel.
11. Wölfe in der Mark. Nach einer bei der Regierung zu Potsdam eingegangenen Anzeige sind im Arnswalder Kreise Wölfe mehrfach gesehen worden. Es ist dies wohl die neueste Erscheinung, welche der übermässig lange Winter und die Ueberschwemmung nach sich gezogen hat. Die Tiere scheinen aus den jajlnischen Gegenden gekommen zu sein und es wird ihnen, da sie grossen Schaden anrichten, seitens der Förster eifrig nachgestellt. B. T. Bl. 17. 4. 1888.
15. Die Wölfe, welche sich in den letzten Wochen, wie wir unlängst mitteilten, wieder einmal in der von ihnen oftmals heimgesuchten Neu mark lästig gemacht haben, sind weiter nach Ilinterpommern bis an die Ostsee vorgedrungen. Dasselbe ist, wie uns mitgeteilt wird, .jenseits der Ostsee in Schweden der Fall gewesen. Im Februar d. J. wurden beispielsweise nahe Carlskrona an der Ostee fünf Wölfe gespürt und vertrieben, in Gegenden, wo seit Mensellengedenken diese reissenden Bestien nicht beobachtet worden sind. Auch in Schweden hat der ellentiefe Schnee und der wütende Hunger den Wolf in die kultivierten Distrikte im Süden des Landes getrieben.
B. T. Bl. 18. 4. 1888.
16. Im Kreise Friedeberg N.-M. wurde im Dezember 1885 ein
starker Wolf, Überläufer, gespürt, welcher Schaden an Rehen u. s. w. anrichtete. E. Friedei.
17. Wölfe und Sauen. Gravelotte, 16. Dezember. Der starke Schneefall der letzten Tage kam unsern Jägern sehr gelegen; seit Monaten schon hatte sich, so wird der Metzer Ztg. geschrieben, ein Rudel Wölfe, sieben Köpfe stark, bemerkiieh gemacht und, nachdem es vor drei Monaten bei Rezonville eine Schafherde heimgesucht, die Schäfer zu grosser Wach-