Heft 
(1893) 2
Seite
165
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Bericht über die 9.( 2. Arbeits-) Sitzung des II. Vereinsjahres.

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64. Droschkenkutscher, Diener, Lakai, Strolch an einem Kneiptisch: ,, Deuwel hin und Deuwel her, ihr wisst wat Rechtes vom Deuwel zu reden!" ,, Na, du hat em wol erst recht gesehen?"- ,, Ja woll, un wenn ihr Kurage habt un een halb Pfund Doppelten spendiren wollt, sollt ihr ihn och zu sehen krie'n." ,, Topp, lass sehn!" ,, Du, kiek mir mal hier in die Tasche." - ,, I, et is ja jarnischt drinne!"- ,, Siehste, mein Sohn, det is eben der Deuwel!"

65. Zu Feuerwehrleuten, die sich während eines Brandes in einer Kneipe gütlich thun, sagt ein Aufseher: ,, Hier steckt Ihr also?! und das nennt Ihr sprützen?- ,, Ne, Herr Rohrmester, löschen, löschen!"

66. Eine Dame sagt im Salon zu ihrem Neffen, der einen Hund mitgebracht hat: ,, Ach, da hast Du einen schönen Hund!"- ,, Ein Hund?! ein Hund sagt man also in Berlin? Hahahaha, die Toele jehört ja zu Ihrem Geschlechte, liebe Tante!" 67. Schuhmacher sagt zur Dame, die ihren Schuh zeigt: ,, Geloofen sind Sie mit die Schuh', Madam, ja, denn is es richtig, ick arbeete nur vor Damens mit Equipage!" nod

eth 68. Ein Diener, unter'm linken Arm einen Kehrbesen, in der linken Hand einen Hund am Fell haltend, den er zu schlagen im Begriff ist: ,, Wart', Schaafskopf, ich werde Deine Madame lehren mir Grobheiten sagen!"

69. Zwei Studenten, von denen der eine eine Contrage überbringt: ,, Marculf schickt Ihnen einen dummen Jungen. ,, Das seh' ich."

70. Vor einem Schilderhaus ruft ein französischer Gardist mit vor­gehaltenem Gewehr einer Waschfrau zu;" Qui vive?"- Antwort; ,, Gott, hab' er sich nich, la vache!"( 1806.)

7. Herr Buchholz teilt einen, in den ,, Denkwürdigkeiten der Mark Brandenburg" gefundenen Bericht des geistlichen Inspector's Bauer in Zossen vom Jahre 1797, über die

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Entdeckung eines Riesengrabes bei Löwenbruch

im Kreise Teltow mit. Nach der in oben­gedachter Zeitschrift veröffentlichten Nach­richt war auf dem Pfarracker nahe bei den Schinderfichten ein grosser Feldstein, 7%, Fuss lang, 62 F. breit, 31 F. dick, zu Bauzwecken gesprengt worden. Da­bei fand man unter dem einen Ende des Steins die Öffnung einer Höhle und bei näherer Untersuchung zeigte sich, dass die Wände dieser Höhle mit grösseren ble Feldsteinen, wie Mauern, ordentlich aus­gesetzt waren, so dass der Hohlraum einer 4 F. langen, 4 F. breiten, 3 F. hohen, an einer Ecke etwas etwas abgeschrägten Kammer glich, welche von dem grossen

Riesengrab von Löwenbruch, Kreis Teltow. Brandenburgia", Oktober 1893.

Stein überdeckt war, wie die Figur zeigt. Dem Eingange zunächst standen 6 Urnen, von denen jedoch nur noch eine, mit kugelförmigem Boden,