Heft 
(1896) 5
Seite
199
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W. v. Schulenburg, Märkische Kräuterei aus dem Kreise Teltow .

Mederik( Meerrettig).

mei( mir, mich).

Me'ken( ein Mädchen).

Me'kes mehre Mädchen); auch gehört: Me'kens, Me'kten.

Me'ksken( ein kleines Mädchen). Me'lbuten( Früchte vom Hagedorn), s. Lu'sebuten.

Mele( Melde), s. Hundemelle und Mess­melle K.

me'n, me'en( mähen), seltner me'jen.

Meln( Möllen ).

Melk ( Milch); auch Melek.

Mendre( Männer).

me'rderlei( mehrerlei).

Mess( Mist).

Messmele( Mistmelde). Mets( Messer).

mettet, med det( mit das). Michendörp( Michendorf ). Midachti'd( Mittagszeit). Mide( Mitte. Midel( Mittel). Mike, s. Fichte K.

Mi'ren( Ameisen) heissen die jansse kle'ne Ame'sen, die roten und die schwar­zen. Ähnlich heisst die Ameise lausitz­serbisch( wendisch) mroja.

Mi'se( Raine zwischen zwei Äckern, auch

Rain).

Moan( Mohn).(

Mod, Moad( Magd).

mokte( machte); mokten( machten.

Möldere( Müller).

Möle( Mühle); Mölen( Mühlen).

Möldersch( Müllers).

Mölder( Müller).

Morjen( Morgen).

Morö( Mohrrübe).

Möle( Mühle), beim Mühlespielen, bei

den Kindern eine lossgelöste und sich drehende Faser von Erodium Cicutarium. S. Knäppenärrschblume K.

mörjeli chet( merglich), wo Mörjel ist, klebrig.

Mo't eumsgras( Thimoteum).

tu Mu'de( zu Mute).

Mul, Mül, s. Fichte K.

Mu'lbe'r bo'm( Maulbeerbaum).

multrich( dumpfig), von Fass und Heu gesagt.

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Murkel( Morchel). anders. 17316 Mu'sch( Muss), Mu'sch, Mu'sch.

muss( musst'.

mut( muss).

'ten( müssen); müssten( mussten). , noa( nach).

na'chens( nachher).

nåden, noaden, non( nach den), nåde ( nach die).

Nap( Napf). nat( nass.

neicht( neigt.

Nele( Nelke).

Nepken( Näpfchen).

ne'men( nehmen).

Ne'se( Nase).

Netel( Nessel).

neuschi'rich( neugierig).

Newele( Nebel).

nich( nicht).

Nilje( Lilie). no( nach).

noksch( nackt).

'le( Nägel).

't,'te( Nuss); auch Ne'te;'tbo'm ( Nussbaum).

nu'( nun).

o'an( oder den).

O'basten( Obersten), s. Klitzen K., ge­meint sind alle im Range über ihn stehenden Vorgesetzten.

o'er, o'a( oder).bin

Ofbo'm( Obstbaum); da jansse Hof vul Ofbö'me heisst: der ganze Garten voll Obstbäume. Der Hof(= Garten) dürfte hier wohl wesentlich immer Obstgarten, Obstanger gewesen sein. o'k( auch).

ol( alt).

old( alt).

Olen( Alten).

Ölern( Eltern).

goT) Jo

Ond( Abend); alle Onde( alle Abende). ö'r( ihr).

O'ren( Augen).

O'renblick( Augenblick).

Osen( Ochsen).

osen( rindern), von Kühen gesagt, z. B. sie will sich ossen, wird ossich( rindrig). Osentunge( Ochsenzunge). O'st( Ärnte); anderwärts Aust in der Mark.