Heft 
(1896) 5
Seite
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W.v. Schulenburg, Märkische Kräuterei aus dem Kreise Teltow.

süle, sule( sollte); süln, auch söln( sollten). Sümpe( Sümpfe).

Sune( Sonne ); Sunüngerjank( Sonnen­untergang). Sundů( Sonntag).

su'pen( saufen).

'rlink( Säuerling), s. K.

süss( sonst).

'te( süss); sütet( süsses). Scha'banak( Schabernak).

Schåle( Schale).

Schpinichte heissen eine Anzahl, z. B.

5, 6, 7, 8 oder mehr Mädchen, die den Winter über zusammenspinnen, der Klump, und die auch im übrigen, ausser­halb der Schpinschtaue, zusammenhalten. A Schpe'l, Schpi'jel( Spiegel).po Schpring, Schprint( Quelle).foma Schpröltackene( Spriegelzweige), s.

Schåpe( Schafe); Sche'per( Schäfer). Scharpenbrüje( Scharfenbrück, Dorf). Schåpjarwe( Schafgarbe).

Sche'dfåre( Scheidfahre, Grenzfahre). Sche'dgro( Grenzgraben).

Schelwere( Scherben), auch Schelere. Sche'n, Sche'en, Sche'wen( Scheben), vom Flachs, die holzigen Teile der Rinde des Stengels.

Scherlink( Schierling ).

Sche'te( Exoσe), Schi'te.

Schilpjras( Schilfgras).

schieten( schiessen).

Schi'wen( Scheiben).

Schme'len, sind grüne Blattläuse. schmi'de( geschmeidig, weich, wie Ge­schmeide von schmieden), hauptsächlich von der Haut gesagt, von Huf, Nagel, wenn etwas nicht so brö'sch( spröde) ist, nicht aufgeplatzt. Wenn Heu, Je­tre'de fu'chte( feucht), klam( klamm) ist, dann ist es noch schmiede, bricht es nicht inzwei.

schmi'ten( schmeissen)

schmoren( braten), davon Schmorkohl. schmuck( hübsch).

schne'den( schneiden); schni'dende Wåter ( schneidende Wasser). schni'd( schneidet). Schni'der( Schneider). Scho le( Schale).

schoap( scharf). Scho'de( schote).

Schörwe, Schärwe( Schorfe); Rinde, Kruste, die sich bildet, wenn Wunden und Ausschläge heilen und vertrocknen. schpak(= ausgetrocknet), von Holz ge­sagt. Wenn es ins Wasser kommt, wird es hedich. schpe'd( spät).

Fichte K.

Schprö'eltu'n( Spriegelzaun).

Schpru'teln,( Sommersprossen).

Schpu'le( Spule).

Schpurk(? wohl eine Art Gespenst),

s. Erften. K.

schrew( schrieb).

schringen( schrinken), s. Jrundnätele K.

schtampte( stampfte).

Schtarkramp( Starrkrampf).

schtarwen( starben). Schtaue( Stube).

schtechen( stecken).

Schte kapel( Stechapfel). Schte'de( Städte).

schte'ken( stechen, stecken).

Schte'le( Stiele).

Schte'n( Stein).

Schtert( Schwanz); Plugschtert( Pflug­stert).

schterwen( sterben).

schti'd( stiess), mei med det Be'n( Fuss). Schtije( Steige).

Schtipe, von stippen, einstippen, eine Art Tunke. Die hochdeutsche Schrift­sprache hat dafür kein deutsches Wort mehr, sondern das französische sauce. schtökrich.( stöckrig), hart, holzig. Schtolri's( Stapelreisig), von Else, Faul­baum u. a., für die Erbsen. Schtråde( Strasse), Schtråte. Schråfe( Strafe).

Schtrau( Stroh).

Schtraudäkere( Strohdächer).

Schtre'fen( Streifen).

Schtru'k( Strauch).

Schtrü'ksken( Sträuchchen).

Jo

Schtuben, ist das über der Erde ab­gehauene Stammstück mit den Wurzeln. Schtu'de( Staude).

Stukapox, weil et sich int Tüch( Zeug)

instukt, fo'ts(= sofort, gleich) fest­hakt, s. K.