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Land und Leute von Lebus.
Die Lebuser Hochfläche wird nun durch eine, allerdings viel unbedeutendere Rinne als es die bisher genannten sind, in zwei Altschnitte geteilt. Zwischen Falkenhagen und Petershagen ist der Scheitelpunkt dieser Rinne. Nach Norden und nach Süden schliesst sich hier in einem Grunde eine Reihe von Seen aneinander, denen ähnlich, wie wir sie von Grunewald her kennen.
Der westliche Abschnitt hat bei lleinersdorf etwa seinen Mittelpunkt. Hier findet sich neben dem Ileinersdorfer See eine Meereshöhe vom 101 m, die höchste. Erhebung des Lebuser Plateaus. Nach allen Seiten dacht sich das Gelände ab, am gleichmässigsteii nach Süden zum Spreethal. In dieser Himmelsrichtung hat man hier einen unbeschreiblich schönen Rlick: weite Ackerfelder, Dörfer, Strassen, Rusch, Wald
und Seen und endlich im Süden als Abschluss die dunkle Kuppe der Rauenschen Berge. Im Nordosten nach Müncheberg hin bewahrt das Gelände noch 80 bis 90 in Meereshöhe und flacht sich zum Roten Luch hin ganz allmählich ab. Während diese Abdachung überall mit einer Einebnung des Bodens verbunden ist*, treten am nordwestlichen Rande in der Umgebung von Buckow ganz ausserordentlich zerrissene Oberflächenformen auf, die dem Abschnitt den Namen der Märkischen Schweiz eingetragen haben.
Mit der Höhenlage und der Gliederung hängt auch die Beschaffenheit des Bodens zusammen. Im Mittelpunkte findet sich ein tragbarer Lehmboden. Der Grundsteuerreinertrag beträgt z. B. in lleinersdorf und dem benachbarten Arnsdorf pro Ilectar 10,84 M. Je näher die Dörfer dem südlichen und westlichen Rande liegen, desto sandiger wird der Boden und desto mehr sinkt der Grundsteuerreinertrag. Bei Müncheberg beträgt derselbe noch 14,88 M., bei Marxdorf 12,53 M., bei Falkenhagen 13,32 M., bei Eggersdorf 12,92 M., bei Tempelberg 13,14 M. und bei Steinhöfel 12,92 M. Noch näher dem Rande nimmt der Grundsteuerreinertrag weiter ab. Bei Dahmsdorf erreicht er 10,57 M., bei Münchehofe 9,40 und bei Trebus 9,70 M. Wo der Sand endlich allein herrscht, wie an der ganzen westlichen Grenze, dort hört der Ackerbau gänzlich auf und die Kiefernhaide stellt sich ein. Auch in der Nähe der kleinen Rinne inmitten der Hochfläche tritt der Wald auf, obwohl nur in geringer Ausdehnung, ein Zeichen, dass hier der Boden tragbar ist.
Was nun den östlichen Abschnitt der Hochfläche betrifft, so ist an diesem der Steilrand neben der Oder der merkwürdigste Bestandteil. Auf der ganzen Linie ist der llang derartig schroff, dass er eine Beackerung nicht mehr zulässt. Oft sind auch steile Schluchten ausgewaschen, so namentlich bei Lebus, wo einige Kegel und schmale Plateaus stehen geblieben sind, welche zur Anlage von Befestigungen auffordern mussten, wie die Tracliytkegel des Siebengebirges am Rhein.