Heft 
(1898) 7
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14. (5. ordentl.) Versammlung des VII. Vereinsjahres.

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die darin befindlichen Todtenurnen erst kürzlich in der Seite 276ff. dieses Jahrgangs besprochenen Schrift von Dr. Karl Brunner (Die steinzeitliche Keramik in der Mark Brandenburg S. 7 Fig. 711) abgezeichnet und besprochen worden sind, bemerkte ich, dass dasselbe von grossen schieferig gespaltenen Platten eines rotbraunen Sandsteins sorgfältig gebaut war. Hierdurch aufmerksam gemacht fanden wir auf dem Wege zwischen Klein bezw. Gross-Rietz und Fürstenwalde in zusanimengelesenen Steinhaufen, au Feldrainen, ferner im Walde ähn­liche dergleichen harte rote Sandsteine vielfach liegend.

Nun zeigte es sich im Laufe der Jahre ferner, dass viele alte Ge­bäude in Fürstenwalde, darunter das Rathaus, teilweise, ja oft fast ganz, aus dem fraglichen roten Sandstein bestehen, ebenso die aus dem 14. Jahrhundert etwa stammende, auf langen Strecken wohl noch er­haltene Stadtmauer.

Exkursionen in den letzten fünf Jahren ausgeführt bis vor wenigen Tagen brachten allerhand bestätigende, z. T. überraschende Thatsachen ans Licht. Als eigentliches Hanptlager des Gesteins gilt bei den Be­wohnern an Fürstenwalde und Umgegend das Dorf Trebus, dessen Lager von rotem Sandstein, obwohl seit über einem halben Jahrtausend fortgesetzt ausgebeutet, noch jetzt nicht entfernt erschöpft sind. Allge­mein bezieht man noch jetzt den Trebuser Stein, wie er kurzweg genannt wird, aus jenem Dorf für Bauzwecke. Als sich der Kustos des Märki­schen Museums Herr Buchholz vor längeren Jahren zwei Häuser in Fürstenwalde unweit des Bahnhofs erbaute, liess er sich für die Funda­mente 40 Schachtruten roten Sandsteins einfach aus Trebus kommen. Ähnliches geschieht bei Haus- und Mauerbauten noch jetzt vielfach.

Von Trebus führt ein Fahrweg durch die städtische Fürstenwalder Forst nach der Ablage am Weissen Berg zur Spree. Dieser Spreeweg ist eigens für die Beförderung des roten Trebuser Sandsteins bestimmt und führt seit unvordenklicher Zeit den Namender Steener-Weg (der Stein-Weg). Ueberall sieht man auf diesem Weg Brocken und Ab­fälle des Trebuser Gesteins liegen, zum Teil mit Flechten und Moosen dicht bewachsen, ein Beweis, dass viele dieser Abgänge bereits aus alter Zeit stammen. Am rechten Spreeufer beim Weissen Berg ist das Ufer und der Waldweg so mit Abfällen des Steins bedeckt, dass er fast wie gepflastert aussieht. Diese Abfälle entstehen dadurch, dass man die Steine, um die Wasserfracht zu vermindern, teilweise hier be- und ver­arbeitet zu Chausseesteinen, Pflastersteinen, Werkstücken, Bordsteinen) Platten u. dgl. Noch jetzt werden die Trebuser Steine zu Wasser weit entführt; am 2. Juli d. J. bemerkte ich, dass die Chaussee, welche von Werneuchen über Börnicke nach Bernau führt, auf der Strecke zwischen den letztgenannten zwei Ortschaften im beträchtlichem Umfange mit Trebuser Rotsandstein neu beschüttet wurde und dass die Haufen