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3. (2. ordentliche) Versammlung des VIII. Vereinsjahres.
der brandenb. preuss. Geschichte mit der IV. Er begann mit dem alten Berlin, dem grünen Turm am Schloss, wanderte beim Grossen Kurfürsten vorbei, wo das alte Rathaus des vereinigten Berlin und Kölln gestanden, nach der Post zur Gedenktafel des alten Sparr u. s. w. und dann gelegentlich über Berlin hinaus in die Mark nach Fehrbellin u. s. w. Zum Schluss kam er zufällig noch einmal bei Frankfurt a. O. auf die markgräfiiche Zeit zurück und knüpfte an den dort deternierten Hans von Sagan an und fragte einen Quartaner, was die Jungen dem dort auf der Strasse nachgerufen. Den Vers „Herzog Hans von Sagan ohne Leut’ und Land hat sich bei Crossen das Maul verbrannt“ hatte der Faselhans nicht zur Hand, sondern unter dem schallenden Gelächter des grossen Auditoriums antwortete er das damals Mode gewordene „Haut ihm“. „Nein,“ meinte Schwartz gleichfalls lachend, „das war damals noch nicht Mode“ und liess von einem der nebenstehenden Genossen, die schon längst eifrig die Hände in die Höhe streckten, die Scharte auswetzen und die Sache richtig stellen.
Unter dem Eindrücke des Jahres 1848 und der blossgelegten in der Tiefe gährenden Elemente — zwischen denen ihm oft auch schon die sozialdemokratischen Entwicklungsphasen entgegentraten — stand ihm stets über allen Ideen sein preussisches Vaterland als Verkörperung des Staatsgedankens. Wie er in Berlin bei den Wahlen stets Stellung genommen, lange mit zu den einflussreichsten Leuten des II. Wahlkreises gehörte mit Holleben, Praetorius, Below u. s. w., nahm er auch in Iiuppin in Wort und Schrift Stellung in deh Konfliktjahren 1864 und begleitete von seinem Patmos aus, wie er es oft scherzend in Rücksicht auf seine Heimat Berlin nannte, mit derselben lebhaften Teilnahme die Jahre 1870/71 (s. Vorträge: der Schluss der „Ethischen Bedeutung der Volkssage“ — „Vom Markgrafen zum Kaiser“ u. s. w.).“
Hier bricht die Lebenserzählung ab und finden sich nur noch folgende zwei Zusätze:
„In pädagogischer Hinsicht steht Schwartz auf dem altpreussischen, straffen Standpunkt, wie er namentlich in Berlin auf den Gymnasien unter der Notwendigkeit zweimaliger Aufnahme und Versetzung sich ausgebildet hatte, nur • entwickelt er ihn systematisch und allgemeiner in der Organisation des Ruppiner und schliesslich auch I’osener Gymnasiums. (Litterariseh auch in seinem Buch „Der Organismus der Gymnasien in seiner praktischen Gestaltung“.) Es hängt der betreffende Charakter speziell mit dem als preussisch seit Friedrich Wilhelm I. bezeichneten Wesen zusammen. „Schlagfertig“ und „sicher“, wie es das Prinzip jenes Königs war, ist das Ziel dieser Pädagogik. Dieser Charakter bezeichnet vor allem den elementaren Unterbau, zieht sich dann aber auch entsprechend durch die oberen mehr wissenschaftlich ideeller gehaltenen Bildungsstufen.“
„Hatte Ruppin Schwartz u. A. mit dem märkischen, dort (durch die Torfgeschäfte) reichen Bauernstand in Berührung gebracht, dem das Gymnasium in den Klassen bis zur Erlangung des Einjährigen Zeugnisses Rechnung tragen musste, so eröffnete ihm Posen ganz neue Perspektiven. Nicht bloss die Grösse der Anstalt, sondern der simultane Charakter bei der nationalen und religiösen Mischung von evangelischen, jüdischen und polnischen Schülern