402 Dr. Gustav Albrecht, Wanderfahrt deB Märk. Museums nach Bölkendorf.
einzelnen Stauseeen zusammen fassen und mit ihren Sanden und Thonmergeln die jüngsten Sedimente der Gletscherwässer enthalten.
Im Gegensätze zu diesen Stauseeen, welche mit ihren einfach gerundeten, meist mit Schilf bewachsenen Ufern nur geringe Tiefe verbinden, kennzeichnen sicli die Kinnenseeen durch langgestreckte, hochrandige Ufer und meist bedeutende Tiefe als Gletscherwasserabfluss. Sie entwickelten sich vornehmlich an solchen Stellen, wo der Moränenwall eineu Durchlass aufwies. Ein sehr schönes Beispiel der beiden vorgenannten
Endmoräne a ßlockpacknng. Figur 2.
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Seetvpen bietet einerseits der am linken Rande der Kartenskizze (Fig. 2) noch angedeutete rundliche, flache Grimmnitz-See bei Joachimsthal, der mit mehreren andern nördlich vorgelegeneu Seeen das ehemalige Joachimsthaler Staubecken einnimmt, während anderseits der stellenweise über ♦>() Fuss tiefe, malerisch zwischen hohen, bewaldeten Ufern sich hinziehende Werbellin-See in der wildreichen Schorf beide einen in typischer Weise entwickelten Rinuensee-Charakter zeigt. Aber auch ohne Stausee und Durchlass lassen sich an den Endmoränen vielfach Rinnen beobachten, die entweder in einzelne hintereinander liegende Stücke abgeschnürt oder in geschlossenem Thalzuge der meist (unförmigen Heidelandschaft einige Abwechselung verleihen.