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14. (7. ordentl.) Versammlung des VIII. Vereinsjahres.
Geistesumnachtung, an dem Protestanten wie Katholiken beteiligt sind, und erinnert uns leider an ähnliche Vorgänge in der Mark Brandenburg. Eines alten Eibenbaumes (Taxus baccata) mitten in der Stadt Gr. wird liebevoll gedacht und er mit den Herrenhaus-Eiben, den ältesten lebenden Berlinern, verglichen. Die Grünberger Eibe hat von 188 ein bis 212 cm Umfang nnd wird von Johannes Trojan, dem Eibenfreund und bewährten Eibenkenner, auf 500 bis 600 Jahr geschätzt. Der' bis jetzt etwas stiefmütterlich behandelte „älteste Grünberger“ soll fortan besser gepflegt werden.' 1 Sehr interessant sind die Schilderungen Grünbergs in den politischen Bewegungsjahren 1848 und 1849, womit das flott geschriebene, auch für den brandenburgischen Leser interessante Förstersche Buch schliesst, das belehrend und gründlich, niemals aber langweilig ist, wie sörtst so manche Ortschronik. 1
3. E. Lemke: Volkstümliches in Ostpreussen. 3. Teil.
Allenstein. ’ Druck und Verlag von W. E. Harich. 1899. XII -f- 184 S. 8°. ' ' ’ • "■ >' >■ s
Unser Mitglied Fräulein Elisabeth Lemke hat nach mancherlei Schwierigkeiten und nach langer Zeit (Teil 1 erschien 188T, Teil 2 r 1 1889) den 3. Teil ihres überaus fleissigen Sammelwerkes fertig gestellt, aber dies „fertig“ bezieht sich nur auf den erzwungenen Abschluss, indem sie genötigt ist ihre Heimat zu verlassen. Der von der Verf. ausge- beutete Kreis beträgt' 40 km im Durchmesser mit dem Städtchen Saalfeld als Mittelpunkt. 1 1 1 -
Wie'in l 'äen 1, früheren Teilen wird nur Verbürgtes geliefert, das mit einem wahren Bienenfleiss und immer getreu aus der Volksseele ‘gesammelt ist, wodurch sich die Arbeit von ähnlichen Versuchen (auch in unserer Provinz Brandenburg) vorteilhaft unterscheidet. Für uns märkische Heimätsorte ist es sehr dienlich, ja notwendig, auch die Nachbarlande auf Volkstümliches zu 'mustern, da nur auf diese Weise festgestellt werden kann, was'märkisch im engem Sinne’ist und was wir mit den Nachbaren gehieinsam haben. " i •.
Difeser“’3. Teil ‘behandelt als neu: Wohnung, Gerätschaften und Kleidung und giebt reiche Nachträge zum 1. Teil, zum Volkskalender, zur Pflanzen- und Tierwelt, -Wetterkunde, Aberglauben. ' Desgl. zum 2. Teil, Sagen, Spukgeschichten, Märchen.
Wir können der vortrefflichen Arbeit E. Lemkes nur eine recht weite Verbreitung in "den Kreisen* der Volksfreunde und Volkskundigen wünschen.'' 1 : mn> •• '*• ‘
4. Albert' Borchert: Heimatkunde von Berlin und der Mark Brandenburg für'Vorschulen.'' Berlin 1900. ’ L. Oehmigkes Verlag.
Die Heimatkunden schiessen jetzt wie Pilze aus der Erde. Es ist das ein erfreulicher Beweis ''dafür, dass in der SohuhVelt immer mehr