11. (3. ordentliche) Versammlung des XIII. Vereinsjahres.
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auch Verhandl. der Berliner Anthrop. Ges. XV. 1883 S. 361 flg. beschrieben. Freih. von Rainberg hat daselbst S. 127 — 129 eine Menge Funde von ebendaher ..prähistorische Funde von Kl. Ladebow*) bei Greifswald* 1 besprochen und abgebildet. Die Museen zu Stralsund, Stettin und Greifswald, auch das Gymnasial-Museuin letzterer Stadt, besitzen ebenfalls Sannnlungsstücke von Klein-Ladebo.
Von den mancherlei literarischen Festgaben zu der D. Anthropo- logen-Versaininlung erwähne ich und lege ich Ihnen heute vor: 1. Die
Entwicklung des ßodenreliefs von Vorpommern und Rügen. 1. Teil. Die Asar und Karnes. Mit 10 Tafeln. Von Dr. Johannes Elbert. Von mir, namentlich wegen der angrenzenden Gebiete der Uckermark bereits Ihnen als eine hochverdienstliche gekrönte Preisschrift am 30. März d. J. (Brandenb. XIII. 85) empfohlen. — 2. Eine sehr dankenswerte osteologische Fundzusaininenstellung von Herrn Professor Dr. W. Deecke: Säugetiere aus dem Diluvium und Alluvium der Provinz Pommern, worin abgebildet sind die von mir in der Brandenburgs bereits erwähnten Knochenreste vom Riesenhirsch, zum Teil bearbeitet, Diluvialtorf von Endiugen, Kreis Franzburg, unter 2 m starkem jungdiluvialen Sande gefunden. — 3. Der Scaphocephalus synostoticus des Stettiner Webers von Prof. Dr. Robert Bonnet (Wiesbaden 1904); mit diesem unglaublich verbildeten Schädel ist der leidlich verständige Mann 38 Jahre alt geworden. — 4. Vorgeschichtliche Gräber auf Rügen und in Neuvorpommern. Aufzeichnungen Friedrich von Hagenows aus dessen hinterlassenen Papieren, herausgegeben von Dr. Rudolf Baier. Mit 6 Tafeln und 2 Abbildungen im Text. Obwohl diese Mitteilungen nicht alle Grabtypen schildern und auf teilweise veralteten Anschauungen aus dem Jahre 1827 beruhen, so sind sie doch, weil manche der besprochenen megalithischen Gräber inzwischen verschwunden sind, von Wert. — 5. Die Maasssche prähistorische Sammlung im Altertumsmuseum in Stettin. Beschrieben von Adolf Stubenrauch, Konservator in Stettin. Stettin 1904. Der Oekonomierat Daniel Friedrich Maass in Alt-Kenzlin, Kreis Demmin, hat die interessante Altertumssammlnng in den Jahren 1820 — 1864 zusammengebracht, ausser vielen germanischen Stücken einige wenige wendische, dagegen von den auch bei uns in alten Kellern so häufig gefundenen mittelalterlichen glasurlosen grauschwarzen, klingend hartgebrannten Töpfen, Kruken, Kannen u. dgl. eine hübsche Auswahl. — 6. Bilder aus dem Pommerschen Weizacker. Trachten, Dorfanlagen, Bauernhäuser, Erzeugnisse des Hausgewerbes. Dar-
*) Prof. Pyl und Prof. Krause in Greifswald haben sich dahin ausgesprochen, dass der Name nicht wendisch, sondern skandinavisch sei, also ohne „w“ Ladebo ge- schrieben werden muss.