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Karl Wilke.
68. Der Flintberg. Westlich vom Melkesteige, jetzt teilweise zum neuen Kirchhofe einbezogen.
69. Der Melkesteig. Ein schmaler Weg längs der Trifft und der Angermünderstraße, endigt beim jetzigen Kriegerdenkmal und führt in das ehemalige Oderberger Hütungsrevier die Buchte.
70. Das Mühlen- oder Windmühlenfeld. Liegt bei den beiden Windmühlensteigen.
71. Am Schloßwege. Ein Landstück von 11 Morgen, mit dem Schlangenberg wohl gleichbedeutend.
72. Die Schlucht. Die Teufelsberggärten, die jetzt dem Forst- liskus gehören, liegen an der Schlucht.
73. Die Schleigärten. Drei kleine Gärten östlich vom Teufelsberge belegen, wahrscheinlich von der Naturalabgabe dafür so genannt.
74. Der Teichgarten, Am Oderberger See belegen.
75. Am Hochstädtschen oder Hausstädtschen Graben. Gutes Ackerland an der Südseite der Oderberger Festung, führt auch die Bezeichnung „an der Schanze“.
76. Die Freiheit. Ist derjenige Teil des alten Bruchs gegenüber der Stadt gelegen, erstreckt sich vom ITennigsgraben bis zum Schlaggraben und ca. 60 Morgen groß. Gehört der Stadt im Süden vom Alandsgraben begrenzt und ist auf ihr die Wilhelmstraße erbaut.
77. Die Freikaveln im alten Bruch. Sie lagen am schnellen Graben, am Belliniken, wo auch der zweite Stromzug in der Oder belegen, den Mönchen von Chorin gehörte. Diese Fischerei bei Bellinchen a.O., im Bezirk Zehden zu suchen wäre falsch, sie hätte dann für die Mönche keinerlei Zweck besessen.
. 78. Die Siethe oder Sietz e. Der östliche Teil dieses Wasserlaufs wurde beim Durchstich der neuen Oder oberhalb Hohensaathen hierfür benutzt. Sie hielt die Gemarkungsgrenze mit Saathen und Wutzen, wie mit Oderberg in der Verlängerung des schnellen Grabens, der mit ihr in Verbindung stand.
79. Das alte Bruch jenseits der heutigen Oder bis zur Melitze, war die Landdotation des Bischofs Konrad von Kammin an das Gottesstadtkloster im Jahre 1231.
Hierdurch entstand Oderbergs merkwürdige Gemarkungsgrenze, die tief in die Neumark einschneidet, weil nicht die Oder die Grenze bildet, sondern kleine Flußläufe wie die Melitze und die Sietze, welche hier die Mittelmark von der Neumark trennen. Es faßten die Askanier schon hierdurch im Jahre 1231 in der Neumark festen Fuß und die Befestigung auf dem Werder gegenüber der Stadt, auf der neumärkischen Seite, konnte gebaut werden.