Heft 
(1900) 9
Seite
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Friedrich Werwach:

Wittenberger Matrikel Kenntnis von (len Krenunener Studenten der Jahre 1602 bis 1700, für welchen Zeitraum sie noch nicht veröffentlicht ist, erhalten haben. Dagegen konnte die Matrikel der Universität Leipzig nur bis zum Jahre 1550, bis wohin sie herausgegeben ist, benutzt werden.

Indem wir nun am Schlüsse dieses Aufsatzes aus diesen Matrikeln die Krenunener Studenten bis zum Jahre 1700 bei Leipzig bis zum Jahre 1559 zusammeugestellt haben, glauben wir damit ein Dis zum ersteren Jahre i eichendes abgeschlossenes Bild von ihrer Teilnahme an den gelehrten Studien zu geben. Hieran wird auch der Umstand nichts ändern, dass uns für diese Arbeit die Leipziger Matrikel von 1559 bis 1700 verschlossen blieb. Es ist kaum anzunehmen, dass nach Eröffnung der Universitäten Wittenberg und Frankfurt a. O. in den Jahren 1502 und 1506 die Leipziger Universität noch von Kremmenern aufgesucht worden ist, zumal sich von ihnen überhaupt ein Zuspruch nur in ganz massigen Grenzen gehalten hat. Denn im 15. Jahrhundert sind in die Matrikel dieser Universität nur 2 Studenten aus Kremmen eingetragen worden, während wir von 1500 bis 1559 jede Teilnahme aus dieser Stadt vermissen.

Die in früheren Jahren unendlich schwankende Schreibweise der Ortsnamen macht sich auch in den Universitätsmatrikeln bezüglich des NamensKremmen recht bemerkbar. NebenCremmen bezw.Kremmen finden wir diesen OrtCremen,Grimmen,Krimmen,Crimen, Crementz,Greinen,Krymmen,Kremen,Grimmen,Chremen undGremmen geschrieben. Bei den weitaus meisten Studenten aus Orten dieser abweichenden Schreibweise ist es nicht zweifelhaft, dass sie aus Kremmen gekommen waren. Aber auch bei den wenigen Studenten, bei denen die Herkunft aus Kremmen auf Zweifel stiess, haben wir diesen Ort mit Rücksicht auf den Familiennamen als ihre Heimat angesprochen.

Aus der Zusammenstellung ergiebt sich, dass

a) im 15. Jahrhundert 3

b) im 16. Jahrhundert 31 und

c) im 17. Jahrhundert 36

zusammen 70

Angehörige der Stadt Kremmen als Studenten immatrikuliert worden sind. Hiervon entfallen auf die Universitäten:

Rostock . . .

. aus

dem

15. Jahrhundert

n

n

16.

n

n

17.

Leipzig . . .

n

n

15.

Greifswald .

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16.

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17.

1

1

4, zusammen 6 2

2, zusammen 3