Heft 
(1900) 9
Seite
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Pastor Zimmennann

2. Franz Tourbit*, Rendant beim Stadt- und Landgericht in Jüterbog und Frau Caroline Henriette Balzer, Tochter dos Kauf­manns und Posthalters in Jüterbog.

1824 wurde der Bürgermeister Johann Wilhelm Balzer aus Jüterbog und Sophie Emilie Am Ende, Tochter des Superintendenten in Jüterbog, getraut.

2. Friedrich Ludwig Frobenius, Kaufmann in Jüterbog, und Wilhelmine Friederike Dannebcrg aus Treuenbrietzen.

3. August Moritz Runge, Konrektor in Jüterbog, und Johanna Caroline Strauss, Tochter des Kreisphysici in Jüterbog.

1825 Carl Friedrich Flemming, I)r. ined. in Jüterbog und Caroline Sophie Balzer, des Kaufmanns und Magistrats-Mitgliedes Balzer in Jüterbog Tochter.

1865 Johann Uhlmann, Pfarrer zu Triebitsch bei Driesen, und Anna Maria Krebs, Tochter des Oberförsters in Dippmannsdorf.

Hierbei soll erwähnt werden, dass erst in neuerer Zeit die beiden hiesigen Dörfer durch Eheschliessungen sich nahe getreten sind. Es ist merkwürdig, dass die neuen Ehefrauen, wenn nicht aus dem Dorfe, meistens aus dem Osten gewonnen werden; auch sind eine ganze Anzahl hiesiger Mädchen nach dem Westen hin verheiratet worden.

Pfarrer.

Pfarrer dieser Gemeinden sind, wie aus Aufzeichnung in den Kirchen­büchern, welche mit dem Jahre 1672 beginnen, hervorgeht, folgende gewesen:

1. Nachdem der letzte katholische Plebon Michael Gröbitz 1538 er­würgt worden war, folgte als erster lutherischer Pfarrer Magister Valentinus Grossanus, welcher in Wittenberg studiert und Luther und Melanchthon fleissig gehört hatte. 1540 wurde er von dem Hauptmann von Klitziug in Jüterbog (Amt) hierher berufen und ging wohl wegen der schlechten Wohnung 1550 nach Luckenwalde.

2. Melchior Kohl aus Döbeln, studierte 1528 zu Pforta und Wittenberg und wurde 1550 hierher berufen. Er war ein bescheidener und sittsamer Mann, unterschrieb die Concordienformel und predigte den Bauern wohl. Anno 1584 starb er am Schlagtluss und liegt hier begraben.

ln der Visitations-Ordnung von 1562 heisst es, dass er durch den Erzbischof von Magdeburg, unsern gnädigsten Herrn, auf die Pfarre verordnet sei und anno 1559 durch Magister Eisleben in Berlin ordiniert sei. Der Pfarrer ist ein gelehrter und sittiger Mann und hat auf die fürgehaltenen Artikel der christlichen Lehre wohl­geantwortet.