Heft 
(1900) 9
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Pastor Ziuimeruiann:

Johann Hektor Gorlach aus Frankfurt am Main war Pastor in Fröhden. 1670 kam er hierher und war ein guter Pastor, der auch die Pfarräcker in gute Verfassung brachte.

Wolfgang Sclieffler aus dem Schönburgischen, wo sein Vater Schul­meister und Schneider war. 1678 kam er nach Niedergörsdorf, wo er zuerst ein Inveutarium aufstellte, ln der Kirche steht sein Epitaphium.

Abraham Credulius seit 1696 Pastor allhier, ging 1716 nach Lieb- frauen auf Damm, wo er 1724 verstorben ist.

Johann Fuchs aus Thüringen kam 1716 nach Niedergörsdorf und wurde dann ebenfalls nach Eiebfrauen vopiert, wo er 1740 starb. Ein Porträt desselben hängt in der Kirche zu Mönchen in Jüterbog.

Johann Georg Tiemann, geboren zu Eisleben anno 1697, besuchte, die Schulen in Eisleben, Stassfurt, Mansfeld; studierte in Wittenberg; wurde 1725 Rektor und Diakouus zuUnser lieben Frauen und Mönchen in Jüterbog und ging, nachdem er hier pastoriert, 1739 nach Domnigka.

Pfennig, früher Rektor in Gommern, war hier bis 1758 Pastor. Johann Gotthelf Grosser (Grossanus), ging 1765 nach Brück, wo er 1771 verstarb.

Johann Wilhelm Ililliges aus Seyda, wo sein Vater Superintendent war, wurde am 29. Januar 1765 hiesiger Pfarrer; ging 1789 als Superintendent nach Seyda zurück.

Johann Gottlob Iloffmann starb am 16. Oktober 1815, nachdem er hier 26 Jahre amtiert hatte. NB. Ein Sohn desselben hat der hiesigen Kirche einen silbernen Abendmahlskelch mit Patene 1854 geschenkt. Die Gemeinde hat dazu im Jahre 1878 eine versilberte Abendmahlskanne und ein Ciborium aus der Kirchenkasse beschafft. Karl Friedrich Kautsch, war vorher 13 Jahre Pastor in Nieder- werlig, wurde dann 1816 von der Künigl. Regierung hierher berufen. Johann Christoph Friedrich Wassermann war 7 3 4 Jahr Diakonus und Rektor in Brück, wurde 1833 hierher vociert und vom Herrn Superintendent Richter eingeführt. Er hat hier seine ei-ste Ehefrau begraben, war kinderlos und ging 1868 nach Dippmansdorf, wo er 1870 verstorben ist.

Karl August Eduard Günther, 1837 zu Stargard in Pommern ge­boren, studierte 185558 in Berlin und Halle. Am 3. Oktober 1861 wurde er zum Pfarrer von Alexanderhof durch Bischof Neander ordiniert, 1868 Pfarrer in Niedergörsdorf. Er litt an der Schwind­sucht, welche den hochbegabten Mann vielfach im Amte hemmte. Er ist liier 1874 gestorben und begraben.