Heft 
(1900) 9
Seite
172
Einzelbild herunterladen

172

Pastor Zimmennann:

Gemeinden ab, nach welchem von jeder Ilufe 7 1 ,* Thaler zu entrichten waren für Niedergörsdorf -MX), Wölmsdorf 203 Thaler. Im Jahre 1805 kam darauf die Zehntablösung zu stände und tielen

Da der Preis des Roggens pro 1805 50 M. betrug, hatte der Pfarrer ein schönes Geschäft gemacht.

Im Jahre 1870 ist dann die Roggenrente in eine Geldrente zum Satz von 0,20 M. umgewandelt, welche von den Gemeinden mit 4* j bezahlt und amortisiert werden muss. Hierdurch sind den Hauern hohe Lasten aufgelegt, und muss z. B. der Lehnschulze jährlich 105,10 M. an die Pfarre, jetzt an die Pfarrkasse entrichten.

An die Pfarre sind damals an Rentengelder niedergelegt

Die Pfarre hat früher eine Scheune am Kirchhof besessen. Dieselbe ist abgebrochen, und ist der Platz dann von einem Bleichplatz in die Umzäumung des Kirchhofs aufgenommen worden. Durch die neue Gehalts­ordnung ist Niedergörsdorf in die III. Klasse mit 3000 M. Grundgehalt aufgenonunen worden.

Nachrichten über die hiesige Schule sind nur spärlich, reichen aber bis zum .Fahre 1050. Der Leiter derselben wird custos, aber auch Schul­meister genannt. Sein Einkommen war nicht hoch. Die Gemeinde Niedergörsdorf reichte ILD/s Scheffel Roggen dar, Wölmsdorf 22 Scheffel. Ausserdem fiel ihm von jeder Hufe ein Ei und aus jeder Wirtschaft ein Brot zu. An Accidentien bezog er für ein Begräbnis 0 Pf., für eine Taufe 1 Pf. Das Schneiderhandwerk musste miternähren. Als erster benannter Schulmeister hat Ambrosius Hentze amtiert, welcher, nachdem er 48 Jahre custos gewesen war, im Jahre 1008 im Alter von 77 Jahren hier verstarb und begraben worden ist. Ihm folgte Michael Frebe, welcher im Alter von 07 -fahren anno 1729 hier gestorben ist. Sein Nachfolger, Andreas Niendorf, verwaltete darauf treu und rechtschaffen das Amt bis 1767. Im Jahre 1755 wurde ihm sein einziger Sohn, Johann

handwerk so abplagte, dass die Schule sehr vernachlässigt wurde. Der­selbe ist hier im 81. Lebensjahre als Emeritus 1811 verstorben. Seit 1798 war Johann Christian Müller angestellt, welcher einen ehrsamen Lebenswandel führte und viel Achtung genoss. Die Schule umfasste damals 00 Kinder, und wurde der Unterricht in 0 Stunden täglich und zwar in Religion, Lesen, Rechnen, Schreiben erteilt. Der Gesangunterricht

auf Niedergörsdorf 253 Scheffel 14'/ s Mtz. Roggen,

Wölmsdorf 145 12

aus Niedergörsdorf Wölmsdorf .

32 418,88 M. zu 4%,

22 492,50

Schule.

Gottfried, zur Seite gegeben, welcher sich aber mit dem Schneider-