Heft 
(1900) 9
Seite
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E. und P. Zimmermann:

Seit 1850 wiegt der Name Caroline vor.

"Von 1854 finden sich nur noch die modernen Namen: August, Friedrich, Albert, Ernst neben Gottfried, Gottlob, Gotthelf. Seit 1874 erscheinen die Namen: Richard, Reinhardt, Reiuhold, Gustav, Emil, Eduard, Edelfried, Otto, Arthur, Robert, Alfred, Oscar, Erwin, Ehrich, und für Mädchen: Hildegard, Alma, Charlotte, Selma, Frieda, Alwine, Else, Pauline.

Auch an Liebesgaben für die Kirche hat es nicht gefehlt. 1760 hat eine wohlthätige Hand an einem hoben Tag früh eine grosse zinnerne Kanne zum Gebrauch bei der heiligen Taufe auf den Taufstein gesetzt, welches Geschenkes beim Neujahrswunsch erwähnt wurde.

1770 hat Hans Müller, ein gottesfürchtiger Mann, den Altar mit grünem Tuch bekleidet, wie denn auch die vasa sacra von ihm und seinen Vorfahren hergekommen sind.

1779 hat der p. loci zum Andenken, dass die Kanzel und der Taufstein 100 Jahr gestanden, eine Kanzel- und Taufsteinbekleidung besorgt, welche von grünem hellen Atlas mit weissen seidenen Borten und Franzen gemacht worden war und 14 Thaler gekostet hat. Dazu hat gegeben:

der Gerichtsschulze Hans Hecht 18 Groschen

Christian Hecht. 4

Hans Lehmann. 4

die Krügerin.16

die Kirche. 5 Thaler

am Erntefest gesammelt . . . 25 Groschen.

1782 hat der gottselige Hans Müller die alte zinnerne Weinholflasche umgiessen lassen, und in demselben Jahre ist von der Krügerin Anna Elisabeth Kühastin eine zinnerne Kanne zum Gebrauch bei der Communion geschenkt worden.

1784 wurde von Maria Elisabeth Freidankin in Hans Eicbelbauers Gut nach überstandenen harten Zufällen in ihren Wochen am 24. p. Trin. bei ihrem Kirchgang ein grünseidenes Tuch übers Pult gelegt.

In demselben Jahre wurde am IV. Advent von Dorothea Christine Hildigerin geb. Müllerin und Anna Elisabeth Müllerin, Hans Müllers Witwe, ein schöner silberner Kelch, inwendig vergoldet, nebst Oblaten- Teller, zusammen 19 gute Loth schwer, gewidmet. Der Kelch war in Leipzig vom Juwelier Geissler gemacht. Wo ist dies geblieben!

1854 hat die Jugend einen Kronleuchter geschenkt.

In der Sakristei befindet sich neben der sächsischen Kirchen­ordnung (General-Artikel) und einigen Agenden auch: