388
13. (6. ordentliche) Versammlung des IX. Vereinsjahres.
auf diese Perle märkischer Seen zu werfen; ebenso ist ein Spaziergang am westlichen Ufer der beiden Lattseen bis zur Südspitze herum ohne weitere Kosten möglich, da diese Gegend nicht zu dem verbotenen Gelände gehört. An der Ostseite der Seen, von diesen allerdings durch eine Anhöhe getrennt, zieht sich ein Fahrweg zur Prötzeler Chaussee hinauf, und hinter der „Stadtstelle“ führen mehrere öffentlichen Wege zum Walddorfe Lettin am Fusse der Bienenberge hinunter, so dass auch die östliche und westliche Umgebung der „Stadtstelle“ ungehindert von jedermann aufgesucht werden kann. Schliesslich führen durch den östlichen Abschnitt des Blumenthal eine ganze Anzahl öffentlicher Wege und Chausseen von Prötzel aus nach Strausberg, Klosterdorf und Riihls- dorf und andererseits von Wilkendorf nach Prädikow und von Klosterdorf nach Grunow, so dass es auch hier kaum ein Gebiet giebt, das man nicht aufsuchen könnte.
Alles in allem ist der Blumenthal trotz des Verbotes der Forstverwaltung nicht so verschlossen und unzugänglich, wie es nach den beunruhigenden Zeitungsnachrichten anfangs scheinen musste, und die Erkundigungen, die von den Teilnehmern der Exkursion in den Ortschaften der Umgebung des Blumenthal eingezogen wurden, haben denn auch ergeben, dass bisher keine Belästigungen von Touristen, die sich auf öffentlichen Wegen befanden, stattgefunden haben. Es liegt deshalb auch kein Grund vor, eine Aufhebung des Verbotes zu befürworten, da durch die öffentlichen Wege, wie aus den obigen Angaben ersichtlich ist, den Besuchern des Blumenthal vollkommen Gelegenheit geboten ist, die Schönheiten des herrlichen Waldes kennen zu lernen. Wer sich in die verborgenen Reize des Blumenthals vertiefen will, muss allerdings in den Beutel greifen und das festgesetzte Eintrittsgeld entrichten. Allzuviel dürfte indes nicht in den forstwirtschaftlichen Säckel fliessen, da die meisten Besucher des Blumenthal sich mit dem begnügen, was sie bei einer Wanderung auf den öffentlichen Wegen zu sehen bekommen, und das ist auch genug des Schönen.
Der Besuch des Blumenthal scheint übrigens infolge der beunruhigenden Gerüchte erheblich zurückgegangen zu sein, wenigstens trafen die Teilnehmer der letzten Exkursion nur wenige Ausflügler im nördlichen Teile des Waldes. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, den märkischen Naturfreunden die Beruhigung zu geben, dass man die Schönheiten des Blumenthal nach wie vor in vollem Umfange gemessen kann.
An diese mit lebhaftem Beifall begrüsste Mitteilung knüpfte sich eine rege Besprechung, an welcher sich die Mitglieder Professor Dr. Ascherson, Dr. Carl Bolle, E. Friedei, Robert Mielke, Dr. Eduard Zache u. A. beteiligten.
Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass die Kommission unter Präsidium des Herrn Oberpräsidenten, welcher diePflege