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E. Zimmermann, Pfarrer.
Niedergörsdorf besass ausser der wüsten Mark Heinrichsdorf mit 13 Hufen. 54 Hufen, von denen 2 fürs Schulzengut steuerfrei waren,
2 der Pfarre gehörten.
Es waren da 8 Yollspäner zu 4 Hufen = 32
4 Dreihüfner 12
l Zweihüfner 2
1 Einhüfner 1
1 Schulzengut 5
Pfarre 2
54 Hufen.
Dem Amte waren 23 Hufen verblieben.
In dem Lehnbriefe von IIohen-Ahlsdorf und vom Rat zu Jüterbog erscheint der Name Andreas. Siehe Seite 302.
Im selbigen Lehnsbrief von IIohen-Ahlsdorf wird auch der Name Lupsdorf erwähnt. Die Lösung, welche er nach Seite 22 geben musste, bestand in 3 Parchend Röcken und dergl. Hosen. —
Merkwürdig ist, dass, obwohl ein Lupsdorf 1042 einen Lehnsbrief unterschreibt, sein Name im Kirchenbuch von 1050 nicht zu finden ist. — Da das erzbischöfliche Amt 2 / s des Zehnten erhielt und dafür 10Hühner, 2 Hammel, 1 Kalb und 12Vi Mandel Roggengarben, 12’/a Mandel Rauchhafer empfing, so lässt sich, wenn es mit rechten Dingen zugegangen ist, ein Schluss auf den damaligen Kulturzustand machen. Es müssen 15 Kälber, 30 Hammel, 150 Hühner, 188 Mandel Roggen und dergl. Hafer gewonnen worden sein. Da aber die Hälfte der Hufen anderswohin zehntete, so ergiebt sich die doppelte Zahl.
NB. Nur Rohrbeck und Dennewitz bauten damals weissen Hafer. Was Wölmsdorf angeht, welches früher Wilmersdorf hiess, so heisst es in dem Lehnsbriefe der Familie Wilmersdorf 1407: Der Schulze giebt von 2 Hufen 0 Scheffel Roggen, 6 Scheffel Hafer; desgl. Hüfner Mewes und die andern und nach Lehnsbrief 1478 muss jeder noch 3 Schilling geben. Wölmsdorf hat 7 Hüfner mit je 4 Hufen, der Freischulze hat nur ebensoviel Hufen. Es geht die Sage, dass die Hüfnerei Birkholz zu einer Zeit 9 Hufen besessen hätte. Es waren 2 Wirtschaften verschmolzen.
Im Landbuch des Klosters Zinna werden in Wölmsdorf von einer Hufe 6 Scheffel Roggen und 5 Scheffel Rauchhafer, Vs Grsch. und ein Huhn erhoben. Die Klosterrechnung 1475 führt als Distribute an : 3 Schock 20 Grsch. von 3 Rindern 1 Stör mit dem Zusatz cutn pastore ibi. Es scheint, dass der Pastor bei einer Pachtung angestanden hat. Auffällig ist es, dass für die Pfarre in Wölmsdorf nur eine Hufe ausgeworfen worden ist; die Hufe der Pfarre scheint in der Hüfnerei Birk-