Am'Werbellinsee,
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Schloss Werbellin vermutlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts zerstört und nicht wieder aufgebaut worden. An der Stelle von Schloss Werbellin erhebt sich der vom Prinzen Karl von Preussen am 2. Oktober 1879 errichtete Ask anierturm, der die beim Ausschachten gefundenen Waffen Und Geräte birgt. \ on Schloss Breden sind nur ein alter Keller aus Backsteinen beim Försterhaus, etwa 50 Meter vom Seeufer entfernt, und meterhohe Mauerreste von Feldsteinen im Garten des Eigentümers Poppe übrig geblieben. Im Keller sollen seinerzeit, als das Försterhaus erbaut wurde, kupferne Gerätschaften und ein Fass Wein gefunden worden sein. Der Wein hatte sich
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eine eigene Kruste gebildet, so dass er, trotzdem das Fass zerfiel, nicht ausfloss. Das Dorf Altenhof wurde 1748 angelegt, es bestand nur aus einigen Fischerhütten; später wurde eine Försterei dorthin gelegt und in neuerer Zeit haben die Bewohner verschiedene Neubauten zur Aufnahme von Sommergästen errichtet. Südlich von Altenhof dehnt sich auf den Abhängen herrlicher Buchenwald aus, dessen Wipfel ein dichtes, grünes Dach über dem moosigen Boden bilden: der prächtige Ausblick auf den See macht den Aufenthalt in den schattigen Buchenhallen äusserst lieblich und angenehm.
Der frühe Untergang des Schlosses Werbellin und die Kunde von den prächtigen Hofhaltungen der Askanier, namentlich des Minnesängers Otto mit dem Pfeile und des kriegerischen Waldemar haben im Volke die Meinung wachgerufen, dass im Werbellinsee eine grosse Stadt Werbe- low mit einem herrlichen Schloss versunken sei. Wenn man an stillen Abenden auf der Höhe hinter Altenhof unter den dichtverzweigten Buchen ruht, dann tönen leise Glockenklänge aus dem See herauf, das