Die Territorial-Entwickelung der Mark Brandenburg.
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keit überall im Reich so feste und starke Wurzeln geschlagen hat, dass man diese nicht so leicht wieder wird beseitigen können; vertrauen wir, dass, wenn der Sturm wieder durch die deutschen Lande fährt, und wenn es wieder heisst:
Von deiner Berge höchsten Spitzen, bis hin zum fernsten Meeresstrand
Lass deine Flammenzeichen blitzen, du grosses deutsches Vaterland!
Dass dann auch die Stammesunterschiede wieder verschwinden oder doch zurücktreten und die Stammesgenossen, sich in dem einen gemeinsamen Brennpunkt: Vaterland! wieder zusammenfinden und zu- sammenschliessen werden.
Lassen sie mich nur noch einen Wunsch hinzufügen, indem ich anknüpfe an die Rede die ich bei unserer ersten Wanderversammlung in Brandenburg gehalten habe, wenn ich in abgekürzter Art und etwas anderer Form sage:
Heil unserer Mark!
Einst arm, verwüstet,
Lag lange sie missachtet da;
Dann kamen Hohenzollern Fürsten,
Und die Magd stützt nun Borussia.
Wo immer Preussens Fahnen wehten,
Stets waren Brandenburger da.
Vom ersten Aufhellen der Geschichte,
Ruhmvoll! bis zur Neu-Germania! Heil unserer Mark!
Sie blühe weiter, und sei gesegnet immerdar!
In Friedensarbeit, wie im Sturme,
Schütz sie der alte Preussen Aar.
So lass’n sie uns denn vorwärts streben,
Geeint und treu, alle Zeit hindurch ! Und, wie im Sternbild »Friedrichs Ehre",
Glänz im Geschichtsbuch: »Brandenburg!"
27 . 3 . 1895 .
W. L.