176 Dr. Zache, Beschaffung il. Gesteinsmat. f. <1. geologische Wand i. Humboldthain.
Garten-Inspektor Fintelmann, welche beide durch die Beschaffung der nötigen Arbeitskräfte für den schnellen Fortgang des Werkes gesorgt haben.
Endlich sollen hier auch die Namen derjenigen aufgeführt werden, welche durch Überlassung von Gesteinsmaterial und durch die zahlreichen Hülfeleistungen, welche mit dessen Auswahl und Beförderung verbunden waren, beteiligt sind.
Ein Teil, allerdings der kleinste, ist auf eine briefliche Bitte hin ein- gesandt worden. So hat die Firma Caesar Wollheim die triassisehen Sohlenkalksteine, Dolomite und Eisenerze aus Obersehlesien, die Herzoglich Me in ingische Verwaltung einen Schieferblock aus Lehesten, die Mans- felder Kupferschieferbauende Gewerkschaft ein Stück Kupferschiefer mit Dachklotz und Sohle, Herr Fiedler aus Löbejün einen Porphyrblock, die Herrn von Nathusius und Hohenstein mehrere Stücke Magdeburger Grauwacken, Herr Peschke aus Kammerberg im Aufträge des Herrn Prof. Dr. Scheibe eine Probe Porphyrtuff vom Schwalbenstein bei Ilmenau zugeschickt. Auch das Kaliverkaufssyndikat in Leopoldshall hat die Probestücke aus den Salzschiehten abgetreten, nachdem dieselben für die landwirtschaftliche Ausstellung 1894 nach Berlin geschafft worden waren.
Den weitaus grössten Teil des verwandten Materials habe ich in den Steinbrüchen selbst ausgewählt, wobei ich mich der sachkundigen Erläute- rungen und der thatkräftigen Unterstützung der Herrn Besitzer bzw. Leiter zu erfreuen hatte.
Den grössten Umfang hat der Rüdersdorfer Muschelkalk; aus verschiedenen Gründen war es erwünscht, ihn durch seine ganze Schichtenfolge zu vertreten. Herr Oberbergrat von der Decken ist in liebenswürdigster Weise meinen Wünschen entgegengekommen und Herr Bergrat Gerhard hat mir die eingehendsten Erläuterungen Uber den Schichtenaufbau u. s. w. gegeben, während die Herren Obersteiger mir Krystalle und Versteinerungen zuwandten. In gleich ausgedehnter Weise bin ich von Herrn Oberbergrat Wimmer in Goslar unterstützt worden; hierfür spricht die reiche Auswahl von Erzstücken und die Sammlung von Versteinerungen aus dem Spiriferen- sandstein. Die Gesteinsproben des oberen Jura stammen aus den Steinbrüchen des Herrn Julius Kircher, des Besitzers der Theresienthaler Kalkwerke von Juliushall bei Ocker. Der eisenschüssige Doggersandstein rührt her von Abfallstücken der grossen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen am oberen Main. Sie sind hergeschickt von Herrn Maurermeister Och aus Lichtenfels. Die schönen Liasversteinerungen nebst den dazu gehörigen Eisensteinen sind von Herrn Obersteiger Schlüter der Grube Friedericke bei Harzburg übersandt worden. Die hellen Coburger Sandsteine von Weissen- brunn verdanke ich der Güte des Herrn Baurats Meyer in Coburg. Die tertiären Sande und Thone habe ich den Gruben des Herrn Ziegeleibesitzers G. Rath zu Freienwalde entnehmen dürfen. Die Versteinerungen der Steinkohlenformation sind mir von dem Herrn Professor Dr. Beyschlag und Herrn Dr. Potonie aus dem wertlos gewordenen Material der geologischen Landesanstalt übergeben worden. Die grosse Platte mit den Chirotherien- führten verdanke ich dem Herrn Bürgermeister Kuhnke-Strassburg U.-M.