Heft 
(1897) 6
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Altberlinische Stätten.

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zur theatralischen Laufbahn hindrängte, auf der er als Theodor Döring die ehrenvollsten Ziele erreichte. Damals am Tage im Geschäft servie­rend, benutzte er die Abendstunden zu seiner Bühnenausbildung auf dem Liebhabertheater Urania" in der Kommandantenstrasse. Dann verliess der 21 jährige Kunstbeflissene seine Stellung und begab sich nach Brom­berg. Freilich war sein erstes Auftreten am 25. Januar 1825 kein glück­liches; die Angst übermannte ihn dermassen, dass Der arme Poet", in welchem Stück er den Julius spielte, nicht zu Ende geführt werden konnte. Dennoch verlor er in der Kraft seines Berufsgefühls nicht den Mut; ohne Geldmittel wanderte er im Frack und dünnem Nankingbein­kleid bei grimmiger Kälte nach Breslau.

Es kann hier nicht meine Aufgabe sein, den weiteren Entwickelungs­gang und die Triumphe Dörings zu schildern, welcher nach Seydel­manns Tode vom Hoftheater zu Hannover 1845 durch Königliche Ka­binets- Ordre an die hiesige Hof bühne berufen wurde. Noch lebhaft er­innere ich mich seines ersten sentationellen Auftretens als Franz Moor im Opernhause einst eine der grossartigsten Darstellungen Ludwig

Devrients.

Nach dem Abbruch der Werderschen Mühlen und bevor noch die Niederlegung sämtlicher Gebäude der Schlossfreiheit zur Herstellung eines architektonischen Abschlusses für die Westfront des Königlichen Schlosses erfolgt war, erhielt Fritz Helms die Allerhöchste Genehmi­gung zur Errichtung eines, der Schlossfreiheit einen eleganten Abschluss gewährenden und die damalige wüste Trümmerstätte der abgebrochenen Mühlen zeitgemäss ausnutzenden Restaurants. Die festliche Einweihung des von Ende und Böckmann in den Formen italienischer Ziegelarchi­tektur auf der Stätte des 1737 errichteten Mühlengebäudes an der Ecke der Schlossfreiheit( über dem Ausfluss des Mühlengrabens in den Schleusen­kanal) errichteten Etablissements fand am 22. September 1882 statt.

Jetzt flankiert auf dieser Stätte eine Quadriga das gewaltige Reiterstandbild Kaiser Wilhelms des Grossen, gegenüber dem im­posanten Eosander' schen Triumphbogen des Königsschlosses, von dessen Zinnen der preussische Aar seine Schwingen schirmend und schützend ausbreitet über die wieder geeinten deutschen Lande!

Der Vortrag unseres verehrten Ehrenmitgliedes und die ausgestellten Aquarellen fanden den lebhaftesten Beifall.

8. Nach dem Schluss der Sitzung fand ein geselliges Zusammensein im Ratskeller statt.