Heft 
(1902) 11
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14. (6. ordentliche) Versammlung des XI. Vereinsjahres.

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ist, aber sehr wohl aus Einem Gebiet stammen kann. I. Ilirtenstein: Verwitterungswände mit viel Glimmer. II. Hasenstein: feldspatreich.

III. Bismarckstein: mehr Quarz. IV. Schneidersteine: Nr. 2 ganz überwiegend Feldspat. Nr. 1 dagegen glimmerreich Nr. 3 desgleichen.

V. Schäferstein: normaler Granit. VI. Bischofstein: mit V. ganz gleichartig.

IV. Die Endmoräne und die Riesenblöcke bei Ioratz Kreis Templin.

Vor einiger Zeit baten mich Mitglieder der Städtischen Park- und Garten-Deputation zu Berlin, deren Vorsitzender ich Jahre hindurch ge­wesen, iltnen einen grossen Findlingsblock nachzuweisen, der als ein Denkstein für das langjährige Deputationsmitglied, den hochverdienten ehemaligen Stadtverordneten - Vorsteher Heinrich Kochhann im Treptower Park aufgestellt werden könnte. Nun hatte mir Gesetz der Duplizität der Fälle gerade Tags zuvor u. M. Herr Arthur Grunow, von dergl. Steinen, die zu eiuer Endmoräne im steinreichen Templiner Kreise gehören, erzählt. Flugs wandte ich mich an Herrn Grunow und dieser ging alsbald mit Mitgliedern der Parkdeputation in der Umgegend des Dorfes Poratz, Kreis Templin, erfolgreich auf die Suche. Herr Grunow überreicht uns nun 4 schöne photographische, mit Nr. 1 bis 4 bezeichnete Aufnahmen von Poratzer Riesenblöcken mit fol­gender Mitteilung.

Auf dem Wege von Ringenwalde nach Poratz links, 150 m nach der Kreuzung mit dem Wege nach Neu-Tremmen, befinden sich diese diluvialen Findlinge in überaus stattlicher Anzahl. Der grösste Teil der­selben besteht aus bräunlichrotem Granit, ein geringerer Teil aus grauem Granit. Genaue Angaben über die Anzahl sind nicht möglich. Die Steine liegen nämlich zum Teil im Walde, vielfach dem Auge nicht sichtbar, ferner auf den Feldern, teilweise frei, teilweise in der Erde, auf den Wiesen, Hunderte an den Wegen vom Felde, um dieses zu klären, hin­gebracht. Die Grösse schwankt zwischen 0,5 bis 3 cbm. Viele sind, deren Grösse nicht bestimmbar ist, da der Erdboden einen Teil des Steins verdeckt. Einen Stein (Photographie Nr. 1 und 4) habe ich besonders photographieren lassen. Nach unten ist die Grösse noch nicht festgestellt; er liegt auf einer kleinen Anhöhe, von drei Eichen umgeben und wird in der Gegend von der BevölkerungDer Opferstein genannt. Die daneben stehenden Eichen haben ein Alter von etwa 150 Jahren.

Auf der Photographie Nr. 4 tritt, wie Sie sehen, die eigentümliche Lage, die demselben Stein allerdings eine besondere Weihe giebt, noch markanter hervor.

Der für das Kochhann-Deukmal ausgesuchte Stein befindet sich auf dem Bilde Nr. 2 bei dem einzelnen Baum, gleich links von ihm. Die natürlich glatte Fläche ist deutlich sichtbar, dieser Stein ist wohl