1. (ordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.
105
ein Bündnis der konservativen Landbevölkerung und der gemäßigt denkenden Bürgerschaft der Stadt dem feurigen Royalisten den Wahlkreis von Westhavelland-Zauch-Belzig für die zweite Kammer zu verschaffen.
XXII. Zwei erratische Blöcke auf Postkarten der Firma R. Schenker zu Frankfurt a. 0.
Dieser Verlag hat gütigst die Reproduktion beider Blöcke, des Näpfchensteins auf der Lichtenberger Feldmark und des Kanzelsteins ebendaselbst (unweit Frankfurts) gestattet.
Die beiden Steine sind altbekannt und werden bereits von Belcmann in seiner Beschreibung der Mark Brandenburg um 1750 abgebildet und besprochen. Was den „Näpfchenstein“ anlangt, so hat man viele Fabeleien
Der Kanzelstein.
über den Ursprung und Zweck der sogen. Näpfchen verbreitet. Zunächst sind die Löcher keine Näpfchen; unter Näpfchen versteht mau vielmehr halbkugelige, also kreisrunde seichte Vertiefungen, welche sich auf den Deckplatten megalithischer Gräber und sogenannter Opfersteine befinden. In der Tat sind die künstlichen Näpfchen wohl für Totenopferzwecke u. dgl. gesalbt bezw. mit Trankspenden begossen worden. Das typische Beispiel hierfür ist der große Opferstein bei der Oberförsterei Werder in der Stubnitz auf Rügen. Die Löcher des Lichtenberger Steins dagegen sind länglich keilförmig. Man hat daraus Kalendersteine, Steine für astronomische Beobachtungen und dergleichen machen wollen, während sie in Wirklichkeit neuerliche Versuche zu einer Sprengung des Steins darstellen. Wer sich davon überzeugen will, achte z. B. längs dem Wege,