Beiträge zum Berliner Schulwesen,
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gewährung des vollen Gehalts mit Beibehalt seiner bisherigen Funktion an der Garnisonkirche zu Berlin genehmigen.“
Charlottenburg, den 29. März 1849. Friedrich Wilhelm.
An die Minister von Ladenberg und von Strotha.
Der Rektor Ostmann wurde in gleicher Eigenschaft an die Garnisonschule zu Potsdam versetzt, der Kollaborator Pensel war 1848 gestorben, der Kollaborator Leshaft hatte am 1. Mai 1846 eine Stelle am Joachimthal- schen Gymnasium erhalten, die Handarbeitslehrerin, Frau Rektor Sprengel, wurde pensioniert. Die Garnisonkirchenkasse zahlte 560 TI. Schulgeld für 140 Soldatenkinder; die Schulutensilien wurden verkauft und die Lehr- und Lernmittel, soweit sie noch brauchbar waren, anderen Garnisonschulen überwiesen. Das Verteilungs- und Auflösungsprotokoll vom 28. Juli 1850 beschließt die 157 jährige Geschichte der ältesten Garnisonschule Preußens.
Verzeichnis der Lehrpersonen an der Garnisonschule:
Leiter: Johann Zimmermann 1692—99 und Küdger Lindemann 1699—1706.
Rektoren: Johann Justus Tichelmann 1706—1728. (Nach ihm, von 1728 — 1784 leiteten zunächst der Organist und dann die Kantoren die Schule). Wilhelm Jakob Wippel 1784—92, Wolfhard 1792—95, Schall 1795—1802, Hahn 1802—04, Ileinecke 1804—10, Grell 1811—14, Bern- hardi 1814—1818, Weßling 1818—24, Sprengel 1824—39, Ostmann 1839-49.
Kantor en: Andreas Walther 1693 —1702, Johann Richter 1702—08, Adam Köpke 1708, Johann Georg Gading 1708—15, Johann Woltersdorf 1717—27, Licht 1728—1747, Johann Daniel Pohle 1747—1758, Johann Andreas Sitte 1758—1805, Bauer 1805—36, Breter 1836—49.
Organisten: Johann Baudringer 1706—08, Johann Christian Koch 1708—12, Martin Weiß 1712 — 16, Johann Friedrich Walther 1716—47, Christian Leopold Schmalz 1747 — 71, Johann Daniel Schmalz 1771—1816, Spandow 1816—24. In diesem Jahre tritt der Organist aus dem Lehrkörper.
Küster: Johann Lehmann 1674—1719, Johann Schütze (Adjunkt) 1715—16, Johann Christian Carl (Adjunkt) 1716—19, von 1719—20 Küster, David Wilhelm Steinert 1722—40, Christian Schmidt 1740—62, Wilhelmi 1762—77, er stirbt 1785, Christian Zademack 1777—80, Jakob 1780—? Janke?—1832. Der Nachfolger Burghard erteilt vorübergehend Schreibunterricht.
Kollaboratoren: Bauer 1788—1805, dann Kantor, Rostock 1796, Krüger 1799, Krause 1803, Eichhorn 1805, Schulz 1815, Schäfer, Bade, Breter (1836 Kantor) Pensel 1836—48.
Hilfslehrer: Hudloff 1810—28, Krumrey, Leshaft.
Handarbeitslehrerinnen: Zöllner 1810—36, Sprengel 1836—49,