Heft 
(1908) 17
Seite
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Beitrüge zum Berliner Schulwesen.

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geht dies zur Genüge aus den Bestimmungen über den Unterricht der Anfänger hervor. Es heißt:

In der zweiten Klasse ist bey den kleinen Schülern und Schüle­rinnen die Aufmerksamkeit und das Nachdenken rege zu machen und zu befördern. Hierzu geben die bekanntesten Dinge aus dem Kreis ihrer eigenen Wahrnehmung mannigfaltige Veranlassung. Der Lehrer erzühlt ihnen in dem ihrem Alter angemessenen Tone dann und wann eine Geschichte aus dem Kinderleben, durch welche sie den Nutzen und das Belohnen einer guten Aufführung und eines rechtschaffenen, gehorsamen und ordentlichen Verhaltens kennen lernen. Diese Unter­haltungen sind so, wie sie für das Alter sein müssen, höchst einfach und so sinnlich als möglich. Nach diesem lernen sie die Buchstaben kennen und syllabiren. Zum Schreiben wird in dieser Klasse kein Anfang gemacht, und das Rechnen besteht auch in nichts weiter, als bloß in Kenntniß der Figur und im Auf- und Zurücksteigen der folgen­den Zahlen.

Das Regiment unterhielt neben der Revier- (Küster- oder alten Regiments-) Schule eine zweiklassige Kasernenschule, die auch von den Kindern des 1. Husarenbataillons von Zieten besucht wurden. Welche geringen Mittel hinreichten, um die innere Einrichtung der Regiments­schule zu beschaffen, zeigt folgende Rechnung:

Notlnvendige Erfordernisse zum Schulunterricht:

1. 50 Stück Abc-Bücher A 1 gGr. = 2 Thl. 2 gGr.

2. 50 Lesebücher A 2 Gr. 6 Pf. =4 - 5

3. 12 Bibeln A 16 gGr. 8 -

4. 12 Neue Testamente A 6 gGr. == 3 -

5. 4 Dtzd. Schiefertafeln A Dtzd. 1 Thl. = 4 -

6. 12 Stück Tintefässer A 4 gGr. = 2 -

7. 25 Stück Gesangbücher A 2 gGr. =2-2

Zusammen 25 Thl. 9 gGr.

Utensilien der Schulstube:

Für hölzerne Tafeln, Bänke, Schemel, zwei kleine

Tische, zwei große schwarze Tafeln 40 Thl.

(Die ganze Einrichtung wurde also mit 65 Thl. 9 gGr. beschafft.)

Die Kompagniechefs gaben jährlich zur Schule 144 TI. Der Regimentsschullehrer erhielt jährlich 120 TI. Traktament, freie Wohnung in der Kaserne und einen Haufen Holz; die verbleibenden 24 empfing der Küster (RevierSchullehrer) als Vergütigung für den Unterricht. Die Kosten für Tinte, Federn, Lernmittel usw. deckte man aus den ein­kommenden Geschenken der Kompagniechefs und einiger Wohltäter. Die Anstellung einer Unteroffiziersfrau als Lehrerin in den Handarbeiten war' in Aussicht genommen und für sie eine monatliche Vergütigung

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