Heft 
(1908) 17
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11. (8. außerordentliche) Versammlung des XVII. Vereinsjahres.

Eis nahm sie in seine Schlittmassen teils in Skandinavien auf (z. B. Granite), teils in den Ostseeprovinzen (manche Silurgesteine), teils am Boden der Ostsee und an ihrem südlichen Rande (z. B. die Feuersteine, die aus der Schreibkreide stammen), teils sogar aus Norddeutschland (Sternberger Kuchen), ja selbst aus Brandenburg, wie z. B. Geschiebe von Riidors- dorfer Kalk, die man in der Gegend von Königswusterhausen u. a. 0. findet. Die meisten Geschiebe zeigen eben mehr oder weniger Spuren der Verwitterung. Wo die Winde der Steppenperiode den Sand besonders stark vorüberfegten, wurden die Geschiebe vielfach angeschliffen und bekamen dabei eigentümliche scharfe Kauten. SolcheKantengeschiebe oderDreikanter sind besonders häufig im Fläming und auf dem Lausitzer Grenzwall.

XLV. Die gesellige Vereinigung fand im Ratskeller statt.

Sonntag, den 27. September 1808.

Wanderfahrt nach Alt-Landsberg.

Die letzten Teilnehmer an der Wanderfahrt bestiegen 8.58 auf dem Schlesischen Bahnhof den Strausberger Vorortzug und fuhren mit ihm bis Hoppegarten, hier stieg die Gesellschaft um und fuhr mit der Klein­bahn weiter bis zur Station Schützenhaus.

Auf dem Bahnhofe wurden wir von einigen Herren aus Alt-Lands­berg in Empfang genommen, unter ihnen befand sich der Beigeordnete Herr Zahl, der nun die Führung übernahm.

Wir wanderten die Chaussee entlang bis zum Berliner Tor. Neben ihm ragt ein alter Turm in die Höhe, auf dessen Spitze man ein eisernes Rad befestigt bat, um ein Storchenpaar zum Nestbau anzulocken. Vor dem Tor bog die Gesellschaft rechts ab und in die Promenaden ein, welche die Stadt auf den ehemaligen Wällen und in den Gräben an­gelegt hat. Durch das Gebüsch hindurch erblickt man die Stadtmauer aus großen Feldsteinen, die zwischen dem Berliner und dem Strausberger Tor noch sehr gut erhalten ist. Auch hier befindet sich neben dem Eingang zur Stadt ein vierkantiger hoher Turm (Abb. 1) mit einer kegel­förmigen Spitze, die mit einem großen Storchnest geziert ist.

Durch dieses Tor traten wir in die Stadt ein und gelangten, einige Straßen passierend, zur Klosterstraße vor das Haus Nr. 8 und 9, an dessen Stelle und auf dem dahinter befindlichen Grundstück zwischen 1835 und 1540 das Servitenkloster gestanden hat. Hier gab zunächst