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Dr. Albert Kiekebusch.
wird, die in der Separation neu entstandenen Äcker mit den alten Hufen in Einklang zu bringen. Mit dieser Frage hat sich eben bis jetzt noch niemand beschäftigt.
Es muß meiner Ansicht nach noch herauszubekommen sein, nach welchem Grundsätze die Hufennummern im Hypothekenbuch geordnet worden sind. Sicher ist die letzte Nummerierung zu einer Zeit vorgenommen worden, als der Wedding schon zu Berlin geschlagen war, also nach der Stadtwerdung, sonst könnten die Nummern nicht hinüber- und herüberspringen. Die eigenartige Stellung der „Eichelhufe“ Nr. 88 und ihr Verhältnis zu den Eichenremisen wird sich ebenfalls noch klären lassen.
Manchem mag mein Gedankengang vielleicht doch nicht sicher genug erscheinen, da dieses und jenes immerhin erschlossen werden mußte. Nur „was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“. Von der hohen Wahrscheinlichkeit meiner Darlegungen war ich schon zur Zeit meines Vortrages fest überzeugt. Heute glaube ich aber auch in der Lage zu sein, jedem dienen zu können, der gewöhnt ist, nur auf Urkunden zu schwören, und die in folgendem auseinandergesetzteÜbereinstimmung der Hufenzahlen dürfte, wenn auch nicht zur Gewißheit, so doch zum höchsten Grade der Wahrscheinlichkeit führen.
Das von mir als ehemaliges Hufenland des untergegangenen Dorfes Wedding erschlossene Gelände umfaßt, ich wiederhole das, nach der unter der Separationskarte gegebenen Erläuterung und Bezugnahme auf die Hufen des Hypothekenbuches 40—45 Hufen. Diese Zahl wird uns in erfreulicher Weise durch eine Bemerkung bestätigt, deren Wichtigkeit mir erst nach meinem Vortrage im Geschichtsverein aufgegangen ist, die übrigens schon von Wagner erwähnt, aber in ihrer Bedeutung für die Weddinghufen nicht in Betracht gezogen worden ist.
In dem Visitationsprotokoll [„vermutlich vom Jahre 1541“ Riedel] heißt es bei Pankow [Riedel, Cod. dipl. Br. I. 11, S. 477]: „ . . . . XXIII gr. vom Wedding, gibt der Rath zu Berlin, hat XXXVIII hufen vor diesem dorffe“.
Diese 38 Hufen können schwerlich etwas anderes als die ehemalige Weddinger Dorffeldmark sein, die Berlin erhalten hat.
So hätten wir urkundliche Bestätigung dafür, daß die Dorfhufen des Weddings zu Berlin geschlagen worden sind. Und wann sollte das geschehen sein, wenn nicht bei der Stadtwerdung Berlins?
Sollte sich noch jemand daran stoßen, daß 38 Hufen nicht 40—44 Hufen sind, so sei nur daran erinnert, daß kleine Veränderungen während der langen Zeit sehr wohl stattgefunden haben könnten. Aber wir können ja nicht einmal wissen, ob die Pfarrhufen