Die Berliner Hufen.
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bei obiger Zahl [38] eingerechnet worden sind. Nimmt man nur die in Niederbarnim allgemein üblichen 4 Pfarrhufen dazu, so kommt man schon auf 42.
Jedenfalls ist die Zahl XXXVIII schon an sich eine recht gute Bestätigung der von mir errechneten Größe des Weddinger Hufenlandes.
Die gesamte Berliner Feldmark umfaßt 124 Hufen. Wenn im Separationsrezeß — und zwar gleich in der ersten Zeile — die Größe der „Berlinischen Feldmark“ mit etwa 110 Hufen angegeben wird, so liegt das daran, daß hier die Ländereien des Vorwerks Schönhausen nicht mitgerechnet sind. Die waren bereits, wie oben bemerkt wurde, 1780 separiert worden. Das Vorwerksland hat demnach ungefähr eine Größe von 14 Hufen, eine Zahl, die wir bei anderen Dörfern ebenfalls finden.
Die S tadthufen von Berlin haben wir also mit etwa 110 Hufen anzusetzen. Da diese 110 Hufen auch die 38 Hufen des ehemaligen Dorfes Wedding enthalten, so bleiben für die Feldmark des ehemaligen Dorfes Berlin noch etwa 70 Hufen übrig [mit Vorwerksland 84], Diese Zahl kommt im Landbuche bei anderen Dörfern häufiger vor, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft z. B. bei Biesdorf. Besondere Aufmerksamkeit müssen wir den an der Südgrenze, also am Rande des Barnim gelegenen „Weinbergstücken“ zuwenden. Nach einer Bemerkung Fidicins gehörten diese Stücke früher zum Hufenlande und wurden zur Zeit Joachims II. ausgeschieden. Wäre das richtig, dann müßten sie also zu den 124 Hufen gerechnet worden sein. Für das Vorwerk blieben dann einige Hufen weniger übrig. Das würde damit übereinstimmen, daß uns als landesherrlicher Besitz bei Berlin [Küster IV, 371] lD/s Hufen angegeben werden.
Was ist nun bis heute aus den Berliner Hufen geworden?
Durch die Separation wurde das ganze Gelände der Bebauung erschlossen. Alle in höherem oder auch mittlerem Alter, stehenden Berliner haben diese neueste Entwicklung der Reichshauptstadt miterlebt und staunend beobachten können, wie die namentlich seit den siebziger Jahren einsetzende Bebauung das gesamte Hufenland mit immer neuen Straßenzüg-en und Riesenbauten bedeckte, zuerst von der Elsässer und Lothringer Straße am Südrande des Barnim bis zur Petersburger, Elbinger und Danziger Straße, deren Verlauf uns noch heute den „Kommunikationsweg“ des Separationsplanes ins Gedächtnis ruft, dann bis zur Ringbahn und zuletzt gar bis zur Pankower und Weißenseer Grenze, die auf der ganzen Nordseite des Hufenlandes erst in allerletzter Zeit mit lückenlosen Baublocks erreicht wurden, während die Hauptstraßenzüge schon seit längerer Zeit bis