des Johannes Gans von Perleberg). Dieses Siegelbild werden wir auch als das erste Stadtwappen annehmen können. Schon kurz vor 1300 gelang es der schnell aufgeblühten Stadt, sich von der Adelsherrschaft frei zu machen. Im erwachten Bewußtsein ihrer Macht scheint sie sich damals ihr erstes eigenes Siegelbild geschaffen zu haben, das seinem Stil nach noch ins 13. Jahrhundert weist (Abb. 2 oben). Das schöne große Siegel ist an mehreren Urkunden von 1349 bis 1513 erhalten geblieben. Die Umschrift
Abb. 1
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lautet SIGILLVM BVRGENSIVM IN PERLEBERCH (Siegel der Bürger in Perleberg). Das Siegelbild ist der Urahn aller späteren Wappenbilder Perlebergs, die unverkennbar seine Abkömmlinge sind. Wir wollen es deshalb, in einen Schild gesetzt gedacht, in der Folge das Stammeswappen nennen. Das Bild als Ganzes soll als der achtteilige Perlenstern, die in der Stemmitte befindliche große Perle als Innenperle und die in den acht Zwickeln stehenden kleineren Perlen sollen als Außenperlen bezeichnet werden. Die Innenperle sowohl wie die Umschrift sind eingefaßt von einer gebräuchlichen Schmucklinie, dem sogenannten Perlstab oder der Perlschnur, deren Verwendung in diesem Falle ja besonders nahe lag. Die Umrandung der Innenperle soll weiterhin als der Perlenkranz bezeichnet werden. Je eine saubere Nachbildung des Siegels befindet sich im Rathaus und im Museum.
Ein diesem Wappenbild ähnliches, allerdings mit sechsteiligem Stern, findet sich auf Silberpfennigen aus der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts.
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