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Paul Quente.
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kohle noch sehr häufig fand). An Scherben war in Herd 11) nur ein halbes Gefäß (siehe Abb.) von der Art der Gefäße der vorrömischen Eisenzeit. Neben Herd 1 war ein Pfahl (Nr. 3) von 10 ein Durchmesser und 1,25 cm Tiefe, der wahrscheinlich ein Ouerholz besessen hat, das dazu diente, den Nesselhaken anzuhängen, herd 2 war nur aus 2 Steinkreisen zusammengesetzt ohne Lehmverkleidung und Pfahl. Gr enthielt einen Zahn vom Reh und nur ganz wenig Scherben. Herd 3 war nur von einem flüchtig hingesetzten Steinkreise gebildet ohne Lehmverkleidung, doch stand auch ein Pfahl dicht dabei, der wahrscheinlich auch mit Ouerbalken zum Anhängen des Nessels diente. (Über Nessel verweise ich auf den in der prahist. Zeitschrift Band IV Seite 217 beschriebenen aus einem Hause von Dahlhausen.)
Herd 1: Durchmesser 130 cm. Tiefe: 80 ein. Unter der Oberfläche 25 cm.
Herd 2: Durchmesser 80 cm, unter der Oberfläche 25 cm, seine Tiefe 60 cm.
Herd 3: Durchmesser 110 ein, unter der Oberfläche 30 cm, Tiefe 70 ein.
Die Abfallgrube 1 enthielt sehr viele Scherben von der rohen unverzierten Topfform, die ich auf Urnenfeldern der römischen Zeit häufig fand, ebenso auf einem Kriedhof der vorrömischen Zeit, siehe: Techow. (prähist. Zeitschrift Land 5 Seite 282 u. s.) und auch einige verzierte Scherben von derselben Art wie die vom Urnenfelde.
Kerner fanden sich viele zer st reute, vollkommen zerbrannte, mürbe Steine aus früheren Herdaufbauten in der Grube, oftmals auch Holzkohle, Zahnreste vom Rind und auch ein Raubtierzahn. Die größte Breite der Grube war 1,30 m, Länge 110 cm, Tiefe 80 cm.
Die 2. Abfallgrube ist im Laufe der Zeit aus 2 kleineren Gruben entstanden. Sie enthielt keinerlei Scherben. Gs fand sich nur ein Bronze- Haken in der auffallend schwarzen und fetten Küllerde. Die Abfallgrube war 31/2 m lang, 3 m breit und 1,10 m tief. Eine kleine Grube (3) ohne irgendwelche Reste von 1,10 m Länge, 50 cm Breite an der Sohle, an der Oberfläche 40 cm Breite und 1 in Tiefe fand sich noch bei Pfahl 4 und 5. von den pfählen waren nur 3 so dick, daß sie als pfähle der Umfassungsmauer gelten können.
Pfahl 1 von 40 cm Durchmesser, 65 cm höhe, war am unteren Ende abgerundet, vollkommen verkohlt, tiefschwarz. pfostenloch 80 cm Durchmesser ging nicht bis an die Spitze des Pfahles.
Pfahl 2 war von Heller Karbe in der etwas dunkleren Küllmasse.
wahrscheinlich ist dieser Pfahl später herausgenommen worden, um für die Vergrößerung des Hauses Platz zu erhalten. Sein Durchmesser war 50 cm, höhe 1,25 cm.
Durchmesser des Pfostenloches mit Küllerde 1,20 m. Der Pfahl war zugespitzt und die Spitze etwas angekohlt.
- *) Das Gefäß war mit in die Lehmverkleidung des Herdes vermauert.