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Die von schwarzer Erde umgebene Steinpyramide im Urnenfeld.
bis zu 80 cm von schwärzlicher Erde umgeben war. Ebenso überraschte ein ungewöhnlich großer Stein mit einer merkwürdigen Rille in der Mitte, der im Mittelpunkt von vier im Rechteck ihn umstehenden Urnen gestellt war. Was sich aus diesen Beobachtungen machen läßt, ob sie Bestätigung im weiteren Verlaufe der Ausgrabung finden, oder ob es sich hier um Einzelfälle handelt, das kann erst die Zukunft zeigen. Jedenfalls scheint der Friedhof, welcher der jüngsten Bronzezeit anzugehören scheint, eine reiche Allsbeute an wissenschaftlich interessanten Einzelheiten zu versprechen. Leider wurde die Nebersicht bei der Ausgrabung durch die überaus ungünstige, stürmische und kalte Witterung sehr erschwert, und als unvermutet wieder strenger Frost eintrat, mußte die Arbeit ganz liegen bleiben.
Kurz seien nun noch die einzelnen Urnen mit den sie begleitenden Fund- llmständen aufgeführt.
Grab 1: die Urne war beim Steineroden zerstört. Nur Scherben.
Grab 2: desgleichen.
Grab 3: die Urne war auch zerstört, doch konnte ihre Lage noch festgestellt werden. Sie stand in fetter, schwarzer Erde, die in eine Tiefe von 70 cm reichte.
Urne 4: die Urne war auch in Scherben, ganz zerdrückt, stand in schwarzer Erde in 40 cm Tiefe, von allen Seiten init kleinen Brandsteinen umgeben.
Grab 0: die Urne konnte, obwohl brüchig, bandagiert und mit Inhalt heransgenommen werden. Sie stand in Hellem Sand in 42 cm Tiefe. Ihr Inhalt bestand in Brandknochen ohne Beigaben. In der Mitte der Urne lag zwischen Hellen Knochen eine Anzahl ganz zu Kohle gebrannter Knochen.
Grab 0: Urne ganz zerstört, nur Scherbeil.
Grab 7: desgleichen.
Grab 8: leicht ausgebauchte Urne mit hohem Hals. Der zerdrückte Deckel war darüber geglitten und lag auf ihrer Schulter. 00 cm Tiefe. Neben ihr befand sich ein länglicher, spitz zugehauener Stein. Sie stand ohne Stein in Hellem Sand.
Grab 9: die Steinpackung, in der sich Urne 9 und die sich daran anschließenden befailden, war durch eine 20 cm breite Sandschicht von der vorhergehenden Steinpflasterung getrennt. Diese Pflasterung reichte bis zu einer Tiefe von 80 cm und selbst dann fand sich noch ab und an ein Knochensplitterchen oder eine Scherbe darunter. Die Urne ist zerstört. Es finden sich nur in die