Heft 
(1924) 3
Seite
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Steine gekeilte Scherben, Teile des Deckels und reichlich schwarze Branderde. Die Urne muß auf zwei flachen, spitz- zueinanderstehenden Steinen gestanden haben. Unter diesen Steinen fand sich die schwarze fette Branderde bis zu einer Tiefe von 60 cm. Der Durchmesser der schwarzen Stelle betrug 65 cm. Neben Urne 9 stand wieder ein zugehauener, schmaler, hoher Stein.

Grab 10: gleichfalls eine Stelle mit schwarzer, fetter Branderde, 60 cm Durchmesser, wenig Scherben, wenig Knochen.

Grab 11: die Urne stand wenige cm unter der Oberfläche, war zerdrückt, konnte aber mit Inhalt herausgenommen werden. Sie stand auf zugeschlagenem, flachem Stein, unter dem sich noch Branderde befand. Auch neben ihr befand sich ein schmaler, zugeschlagener Stein. Urnenform: doppelkonisch.

Grab 12: die Urne hatte einfache Topfform mit leicht nach innen ge­bogenem Rand, nach unten stark eingezogeu. Sie war von kleinen, kaum faustgroßen Steinen umpackt und stand ohne Untersatzstein in grobem, braunem Kies.

Grab 13: die leicht ausgebauchte Urne mit hohem Hals und Deckel stand unmittelbar neben der Urne von Grab 12, nur durch eine schmale Schicht fetter, schwarzer, kiesiger, von kleinen Steinen untersetzter Erde von ihr getrennt, aber erheblich tiefer, 45 cm tief. Auch sie stand nicht auf einem Stein, war aber ganz umpackt von fester, kiesiger Branderde.

Grab 14: die Urne stand dicht neben den beiden vorhergehenden auf einer Steinplatte, dicht von kleinen Steinen umpackt. Sie war von Sand und am Grund von grobem Kies umgeben. Beides zeigte keine Spur von Brandfärbung. Sie war ausgebaucht, mit Hals und zwei Henkeln und stand 48 cm tief.

Grab 15: die Urne war zerstört, nur der Urnenboden und einige hellrote Scherben fanden sich. In der Tiefe von 48 cm fand sich ein flacher, behauener Stein, auf dem die Urne wohl gestanden hatte, dazu eine Fülle kleiner Steine. Die Erde war brandig schwarz und mit Knochenstückchen durchsetzt.

Grab 16: auch hier zeigte sich ein Platz mit Branderde und Knochen, jedoch nur wenige Scherben. Soweit es sich erkennen ließ, handelte es sich um ein Gefäß mit Deckel, das in 48 cm Tiefe, umpackt von kleinen Steinen, auf einem flachen Stein gestanden hatte.

Grab 17: die Urne stand auf einem zugeschlagenen, flachen Stein im Sand. Sie war stark ausgebaucht, hatte einen schmalen Hals und zwei Henkel. An der Ausbauchung war sie mit horizontalen Rillen verziert, an den Henkeln mit senkrechten. Sie war mit über faustgroßen, meist behauenen Steinen um­stellt und reichte in eine Tiefe von 53 cm.

Grab 18: die doppelkonische Urne mit Deckel stand schräg auf einem flachen zugehanenen Stein in sehr reichlicher Branderde, die sich noch etwa 10 cm tief unter dem Stein erstreckte und einen Durchmesser von über 60 cm hatte. Sie war in verhältnismäßig große Steine eingepackt. Neben ihr stand einer der schmalen, hohen, zugehauenen Steine.

Grab 19: es zeigt sich eine schwarze Brandstelle. Bei näherer Unter­suchung stellt sich heraus, daß die dazu gehörige Urne samt Standstein umgestürzt ist. Nur der Boden und einige Scherben sind erhalten, das andere hat der Pflug zerstört.

Grab 20: eine doppelkonische Urne mit Deckel steht in braunem Kies ohne Branderde auf einem Standstein.

Grab 21: die Urne war zerstört, die Scherben, die mit feinem Strichmuster verziert waren, lagen weit umhergestreut in reichlicher Branderde und derben Knochenhaufen. Die Lage des Deckels zeigte, daß sie umgestürzt war. Viele der Scherben waren schwarz und brandig.