Heft 
(1924) 3
Seite
42
Einzelbild herunterladen

42

cr

b.

Die auf dem Gräberfelde am häufigsten wiederkehrendeu Ilcneiifocmen.

Grab 22: die Urne war ganz zerstört. Es fanden sich Scherben mit verschiedenen Verzierungen und auch Hwei Henkel. Wenig Branderde, zwei flache Standsteine.

Grab 23: die doppelkonische Urne stand frei ohne Steinpackung im Kies. Sie war ohne Deckel. Es fand sich keine Branderde.

Grab 24: die Urne zerstört. Wenige Scherben in reichlicher, fetter, schwarzer Branderde, die weit in die Tiefe geht. Beigaben sind bisher auch bei den zerstörten Urnen nicht gefunden worden.

Zum Schluß sei noch erwähnt, daß aus Berlin Fräulein Bohm, 8tuck. piiil., herübergekommen war, um sich an der Ausgrabung zu beteiligen. Ihr sei an dieser Stelle für alle Hilfe und für alles Interesse herzlicher Dank gesagt. Ferner hatten die Stiftsverwaltung, ebenso wie der Stiftspächter, Herr von Peutz, bereitwilligst je einen Arbeiter zur Verfügung gestellt. Auch hierfür sei an dieser Stelle Dank gesagt, ebenso für die Erlaubnis des Herrn von Peutz, die Aus­grabung auf seinem Acker vorzunehmen.

A. v. Auers Wald.

Ein steinzeitlicher Urnenfund in Heiligengrabe.

Im Dezember 1924 wurde beim Kiesabfahren aus einer allen Kiesgrube im sogenannten Bahnhofswäldchen von Heiligengrabe ein kleines, in zwei Stücke zerbrochenes und am Rande beschädigtes Tongefäß gefunden. Nur der Auf­merksamkeit und Sorgfalt der dabei beschäftigten Arbeiter ist es zu danken, daß der unscheinbare Fund nicht in Verlust geriet, sondern geborgen und dem Museum überwiesen wurde. Damit ist ein Stück von besonderer Bedeutung für unsere Sammlung erhalten. Es handelt sich um ein Gefäß aus der späten Steinzeit, von der das Heiligengraber Museum bisher nur drei Gefäße, von denen zwei stark beschädigt sind, enthält. Eine sofortige Untersuchung der Fundstelle hatte nur geringe Ergebnisse. Dort, wo die Urne gestanden haben mußte, fanden sich noch eine Anzahl von Steinen, davon einige behauen und zugerichtet erschienen.