Heft 
(1924) 3
Seite
43
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Die Fundstelle selbst ist ein leicht erhöhter, kiefernbestandener Platz, der nahe dem breiten zwischen Techow und dein Bahndamme sich hinziehenden Wiesental liegt, das auch in seiner weiteren Ausdehnung für die ganze vorgeschichtliche Besiedlung unserer Gegend hier von Bedeutung gewesen zu sein scheint. Eine weitere Grabung verbot sich durch die Jahreszeit. Das Gefäß selbst ist rötlich gelb, von feiner Wandung und in drei Absätzen mit ziemlich rohen, horizontalen Strichmustern verziert. Es ist eiförmig oval, der vermutlich nicht hohe Rand fehlt vollständig. Die jetzige Höhe ist 9,5 Zentimeter, Durchmesser der Standfläche 4 Zentimeter, Durchmesser der weitesten Ausbauchung 9,6 Zenti­meter. A. v. A.

Eine alte Dorfstelle in Wittstock.

In Jagen 45 der Wittstocker Forst hatten Arbeiter beim Steineroden an einem im Volksmunde mitalter Dorfstelle" bezeichneten Platz Grundmauern aus Stein in rechteckiger Anlage festgestellt. Bei weiterem Nachgraben in der Nähe der Grundmauern waren folgende Gegenstände zum Vorschein gekommen:

1. ein rostiger, schmaler Eisenspaten,

2. eine ungewöhnlich große eiserne Arbeitsaxt,

3. eine kleine eiserne Streitaxt nach Art der Franziskabeile,

4. ein eisernes Schloß,

5. das braunglasierte Bodenstück eines Gefäßes mit umlaufender, er­höhter Verzierung am Rande der Standfläche,

6. verbrannte Getreidekörner,

7. Lehmbewurfstücke.