Heft 
(1925) 2/3
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Auf der Oberfläche des Ackers auf dem Götzenberg, östlich des Weges fanden sich geschlagene Feldsteine mit Feuerspuren, was bei dem sonstigen Fehlen von Feldsteinen auffällig ist.

Beim Durchstechen des Götzenberges für den Chausseebau am Walde (Jag. 22) und beim Abtragen eines Teiles des Götzenberges (Flugsand) vom Acker östlich des Weges fanden sich zahlreiche Brand­stellen, zum Teil tief schwarz mit Holzkohleresten durchsetzt. Um eine Brandstelle fand sich em Ring von Feldsteinen, deren innere Seite stark geschwärzt war (verloren gegangen).

Frühere Funde: 1921.

13. Hirschgeweihstück mit Schädelansatz, sichtbar behauen mit Schnittspuren. Fundort in Jag. 2, in Moorerde beim Pflanzen.

14. Hirschgeweihstück mit Schädelansatz, sichtbar behauen. Fundort Jag. 30 beim Pflanzen.

15. Ein Knochenstück (Hirschgeweih-Ansatz?) mit Bearbeitungsspuren, keil­förmig gespitzt. Fundort Jag. 30 w. o. .

10. Ein versteinertes Hirschgeweihstück (Abwurfstange). Fundort Jagen 30 w. o.

Fundberichte.

Mechow bei Kyritz.

In der Kiesgrube von Mechow bei Kyritz ist schon von altersher mancher Urnenfund gemacht. Auch Bronzenadeln, Mahlsteine und dergleichen sollen dort zum Vorschein gekommen sein. Ein kleines zweihenkliges Tongefäß befand sich schon seit längerer Zeit im Besitze von Frau Köhn-Mechow, die es nun­mehr dem hiesigen Museum überwiesen hat. In letzter Zeit aber wurde beim Spielen von Werner Görgs, dem Sohne des Schmiedemeisters Görgs in Mechow, wieder ein kleines zweihenkliges Tongefäß gefunden. Herr Otto Heise- Mechow, dem unser Museum schon manchen schönen Fund verdankt, hat das Gefäß an sich genommen und veranlaßt, daß das hiesige Museum von dem Fund benachrichtigt wurde. Auch dieses Gefäß ist in unseren Besitz über­gegangen. An der Kiesgrube sollen schon Grabungen vorgenommen sein ohne Erfolg. Trotzdem möchte eine weitere Nachforschung wichtig sein.

Heiligengrabe.

In Heiligengrabe sind in letzter Zeit wieder zwei Mahlsteine gefunden worden, beide an dem Acker, der sich zwischen der Oberförsterei und dem Försterwalde erstreckt. Der eine fand sich an der Seite des Langnower Weges und zwar handelt es sich hier um den unteren Teil eines sogenannten wen­dischen Mahlsteines. Der zweite ist von Herrn Oberförster Busse am Hohen- heider Wege an der Sandgrube unmittelbar vor dem Walde gefunden und ge­borgen worden. Es verdichtet sich damit immer mehr die Wahrscheinlichkeit, daß diese zur Niederung sich neigenden Hänge in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt gewesen sind. Sprachen dasür doch schon die zahlreichen Scherben, die im ver­gangenen Herbst beim Setzen von Kartoffelmieten gefunden wurden. Auch ist in diesem Sommer von Herrn Dr. Matthes aus Anlaß seiner Bereisung im Aufträge des Kreises eine Stelle mit steinzeitlichen Funden auf der anstoßenden Koppel gefunden worden. So konnte er dem hiesigen Museum eine wunder­schön gearbeitete Fenersteinpfeilspitze überweisen. Für das nächste Frühjahr