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war unterhalb der Steinpacknng die Erde überall durchgraben und gemischt.
Nur wenige Meter nach Osten von diesem Steinhügel lag der Kreis, in dem Förster Lambarth im Herbst die Urne festgestellt hatte. Der Kreis hob sich deutlich vom Waldboden ab und war zum Teil noch mit Findlingen belegt. Diese Findlinge und das Innere der Kreise begannen wir freizuleqen (siehe Abbildung 12).
Stelle 3: Es zeigte sich alsbald, daß etwa die Hälfte des Kreises noch mit Findlingen umstellt war, nämlich die Ost- und Südseite. Mehr in der Mitte des Kreises befanden sich noch einige größere Blöcke. Im übrigen war fast der ganze Jnnenkreis mit Pflasterung belegt, doch fand sich nur am Südrand an einer einzigen Stelle eine Scherbe. Ebenso fehlte es an Branderde, außer in dem etwa zwei Quadratmeter umfassenden Mittelstück, das ganz aus dunkler Branderde mit kleinen Knochensplitterchen und Stückchen Holzkohle dazwischen bestand. In diesem Mittelstück stand die Urne. Sie war umgestürzt und der zu ihr gehörende Deckel lag über einen halben Meter von ihr entfernt. Vielleicht hal sie in einer Höhlung gestanden und ist bei Entfernung der Steine umgefallen. Alle in der Branderde gefundenen Scherben gehörten zur Urne oder zu dem Deckel. Der Gesamtkreis hatte einen Durchmesser von 9,50 Meter Ostwest und von 8,60 Meter Nordsüd. Die dichteste Pflasterung lag in südlicher Richtung. Nach Norden zu zeigten sich in der Brandschicht zwei dunkelgefärbte, spitz znlaufende senkrechte Stellen, die 70 und 80 Zentimeter tief waren. Sonst reichte die Brandschicht nur bis in 57 Zentimeter Tiefe. Die Urne stand in gleicher Tiefe ohne Standstein. Unterhalb der Brandschicht begann bald eine Geröllschicht.
Eggersdorf 11.
Aus dem sogenannten Rummelsberg, einem langgestreckten Hügelrücken, auf der Feldmark des Rittergutes Eggersdorf, wurde von Pritzwalker Arbeitern, die hier Stubben rodeten, eine mit Kerbschnittmustern überkleidete kleine Urne gefunden, in der sich geschmolzenes Glas und eine eiserne Gewandnadel befanden. Bei der archäologischen Landesaufnahme sind von Dr. Matthes auf diesem Hügelrücken sechs Hügelgräber festgestellt worden. Sonstige Funde waren noch nicht gemacht. Dankenswerterweise setzte sich Herr Rittergutsbesitzer Kuhrt aus Eggersdorf sogleich mit unserem Museum in Verbindung. Anfang Jllli konnten wir mit einer Versuchsgrabung beginnen.