dann der natürliche gelbe Sand begann. Die Färbung des Sandes ist dnrch eine lang fortgesetzte, sehr starke Feuer- einwirknng zu erklären. Das; sie die erhebliche Tiefe von 27 Zentimeter erreichte, läßt ans beide Bedingungen schließen. Verhältnismäßig schwächer war die Brandschicht. Sie ist vielleicht immer von neuem wieder ansgeräumt worden. Die zahlreichen Lehmbrocken mit Rutenabdrücken lassen aus eine Lehmverkleidung des rundlich von Steinen umstellten Brandherdes schließen. Die Südostseite der Anlage war dnrch Stubbenroden zerstört, doch ließ sich noch so viel erkennen, daß hier der runden Brandstätte ein schmalerer Teil wie ein Zugang vorgelagert war. Die Scherben machten nicht den Eindruck, als seien sie Rückstände mißratener Töpferware. Irgend welche sonstigen (Geräte, außer ganz weniger Feuersteinabschlüge, wurden nicht gefunden. Nach dem Eingang zu fand sich ein umgestürztes, sehr kleines Gefäß, das aber auch nur teilweise erhalten war. Dem ganzen Befund nach handelt es sich bei dieser Anlage um einen vorgeschichtlichen Backofen, der, nach der Verzierung der Scherben in die ältere Eisenzeit zu setzen ist. Irgendwelche Spuren einer in der Nähe befindlichen, vorgeschichtlichen Siedlung waren bisher nicht festzustellen.
Grabung in Freienfelde bei Groß-Pankow am 21. August 1931.
Auf einem dicht au der Bahn gelegenen Hang seines Ackers, der sich nach Norden neigte, hatte der Gutsbesitzer Müller in Freienfelde, oder vielmehr einer seiner Söhne, beim Pflügen Steine gefunden und war, als er diese forträmnen wollte, auf Urnen gestoßen. Den Scherben nach muß es sich um mehrere gehandelt haben. Sie sind aber nicht wieder zusammenzustelleu, nur Scherben und größere Stücke von Leichenbrand sind erhalten. Nach Aussage des jungen Müller waren sie mit flachen Steinen zugedeckt gewesen. Er hatte dann auf dem Acker weiter gesucht und war überall auf Steinpackungen gestoßen. Steinpackung I war auf der Höhe gelegen. Dann hatte er begonnen, am Fuße des Hanges eine Steinpackung freizulegen. Bei dieser Steinpackung 2 begannen wir unsere Untersuchung. Die Steine lagen dicht unter der Oberfläche und zogen sich als einschichtiges Pflaster über eine Fläche von 3 und 4 Nietern hin. Zum Teil waren es kopfgroße Steine, zum Teil große, flache, zugeschlagene. Au der Ostseite, neben der Steinpackung, stand eine Urne, stark zerdrückt, mit eingezogenem hohen Hals und bauchigem Körper, am Hals kleiner Henkel, 47 Zentimeter