Heft 
(1931) 1
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mittel«. Welchen Anklang dieser Gedanke fand, zeigt die reiche Teilnahme an dieser Tagung. Ueber 50 Lehrer des Kreises waren dazu erschieuen. Zunächst fand Begrüßung in der Ka­pitelstube durch Frau Aebtissin von Saldern statt, danach eine Führung durch das Museum mit eingehendsten Erläute­rungen von Herrn Dr. Lechler. Daran schlossen sich zwei Vorträge mit Lichtbildern über die Kultur der Steinzeit und die Kultur der Bronzezeit, gleichfalls von Dr. Lechler. Schon dieser Nachmittag brachte einen seltenen Gast. In Begleitung von Herrn Landrat Egidi kam Herr Geheimrat Kossinna, um an unserer Tagung teilzunehmen und ihr da­durch eine besondere Weihe zu geben. Der Abend ver­einte die Teilnehmer, darunter auch Geheimrat Kossinna zum Gespräch und Gedankenaustausch. Am Sonntag, dem 7., stand in der Frühe ein Auto bereit, das die Gäste zu den Hügel­gräbern von Zaatzke führte, diesem auch landschaftlich so einzig schönen Teil der Prignitz, und daran anschließend zu dem Burg­wall von Jabel. Es läßt sich denken, daß mit so erfahrenen, tief in dem Geist der Vorgeschichte lebenden Führern, wie Ge­heimrat Kossinna und Herr Dr. Lechler, die Ausbeute auf dieser Fahrt zur lebendigen Anschauung vorgeschichtlicher Denk­mäler sehr reich war. Die Rückkehr war so angesetzt, daß der etwas später gelegte Gottesdienst in der alten Stiftskirche noch erreicht werden konnte. Nach dem Gottesdienst vereinten sich die Gäste zu gemeinsamem Mittagessen im Gasthaus Abel, an dem auch Frau Aebtissin von Saldern und die auswärtigen Gäste wie Geheimrat Kossinna, Professor Solger mit Frau und Professor Klinghardt aus Berlin teilnahmen. Um 2 Uhr wurde die Haupttagung durch den Vorsitzenden des Vereins, Herrn Pastor Schmidt ans Dahlhausen im großen Saal des Gast­hauses Porath eröffnet. Der Besuch war vorzüglich, der Saal war bis ans den letzten Platz gefüllt. Nach den geschäftlichen Mitteilungen, der Kassenabnahme und dem Jahresbericht, folgten die Anwesenden mit stärkster Spannung sowohl dem schön aus eigenen Aufnahmen znsammengestellten Heimat-Film von Dr. Lechler, der durch Städte, Dörfer und durch mit besonderen Schönheiten ausgezeichnete landschaftliche Gebiete der Prignitz führte, so zu dem Reiherforst Wulkow, und daran anschließend den, Vortrag unseres Herrn Festredners Professor Solgers überLandschaftliche Zeugen der Erdgeschichte der Prignitz". Nach dem Schluß dieses doch für manche der Zuhörer mcht ganz leicht zu bewältigenden Vortrages brach ein so unmittel­barer und langanhaltender Beifall aus, daß er Zeugnis dafür ableqte, wie es Herrn Professor Solger gelungen war den spröden Tioss jedem einzelnen naHe zu dringen, ^zn dem ölussnp