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„Landschaftliche Zeugnisse ans der Erdgeschichte der Prignih" werden unsere Mitglieder zu ihrer Freude diese Gedanken auch in Druck festgelegt finden. Zum Schlus; hatte Frau Aebtissin von Saldern die Gäste in den Kapitelsaal zu einer kleinen Erfrischung eingeladen, sodafi die Stunde vor dem Abschied noch in heiterem Zusammensein verlebt werden konnte. Es ist zu hoffen, daff Mühe und Arbeit, die mit viel Freude an diese Tagung gewandt wurden, nicht umsonst waren, daff das Verständnis für die Notwendigkeit dieser Kulturarbeit durch sie in weite Kreise getragen worden ist.
Ferner wurde vom Museum aus ein Vortrag mit Lichtbildern über Landschaft und Geschichte der Prignib in Wittstock von A. v. Auerswald gehalten.
An Zuwendungen hat das Museum in diesem Jahre erhalten:
1. Eine hohe, eiförmige Urne aus der älteren Eisenzeit mit zwei Segelohrringen und einer runden Eisenschnallc, die an ihrer Anffen- und Innenseite eingezackt ist. Sie wurde bei Ausschachtuugsarbeiten von Herrn Vick in Stüdenitr geborgen, und uns von diesem zum Geschenk gemacht.
2. Urnenscherben von Herrn v. Saldern - Todten- köpf, die wegen der reichlich vorliegenden anderen Arbeit noch nicht daraufhin durchgesehen werden konnten, ob noch eine oder die andere Urne daraus zusammenzustellen ist.
3. Ein kleines Tüllenbeil aus Brouze, sehr späte Form, vielleicht schon in die Eisenzeit gehörend, dazu 2 Bronzeknöpfe, einer davon mit einem Strahlemnuster verziert. Die Stücke stammen von dem Kirchen acker in Witt stock und sind uns von Herrn Lehrer Krüger aus Sieb m ann s - horst geschenkt.
4. Eine hohe, dunkelgraue, eiförmige Urne mit senkrechten Zierstreifen, Eisenzeit. Gefunden beim Bahnbau in Zechlin. Geschenkt von .H errn Lehrer Viereck.
5. Eine durchlochte Steinaxt aus Liebenthal, geschenkt von Herrn Lehrer Rosenbohm , Liebentha l.
6. Eine durchlochte Steinaxt, vom Typus der in den Einzelgräbern gefundenen Steinäxte — ein besonders schönes Stück. Gefunden in Demerthin. Geschenkt von Frau v. Klitzing.
7. Scherben vorgeschichtlicher Urnen, gesunden in Linde nberg. Geschenkt von .Herr n Apot heker Büch - mann - Lindenberg. Eisenzeitlich.