Kehl& Koch: Wiederansiedlung von Steinkäuzen in der Nuthe- Nieplitz- Niederung
Alle Beobachtungen von freilebenden Steinkäuzen im Jahresverlauf, außerhalb der gezielt durchgeführten Erfassungen, werden von den Ornithologen in das Internet- Portal www.ornitho.de eingetragen.
5.4.1 Beringung
Die jährlich bei den Kontrollen der Nisthilfen erfassten Wildbruten werden ab Anfang Juni für die Beringung der Jungvögel aufgesucht. Dabei wird das Gewicht und die Länge der dritten Handschwinge ermittelt. Die auszuwildernden Vögel werden ebenfalls beringt. Zur besseren Erkennung im Feld erhalten die Jungvögel seit 2014 neben dem Vogelwartenring noch einen farbigen Kennring mit einer
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Diese Daten stellt der Regionalkoordinator einmal jährlich für die Übernahme in die Steinkauz- Datenbank bereit.
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Kombination aus einer Zahl und einem Buchstaben. Bei den Jungvögeln in den Zuchtvolieren muss das Geschlecht ermittelt werden, damit wie bereits beschrieben später blutfremde( nicht verwandte) Brutpaare für die AV zusammengestellt werden können. Dazu werden 1-2 Federn des Kleingefieders für die Geschlechtsbestimmung im Labor gezogen.
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Abb. 7: Steinkauz rechts mit Kennring. Foto: K. Werrstein. Fig. 7: Little Owl , right, with ring marking.
5.4.2 Telemetrie
Während der ersten Projektphase zwischen 2012 und 2015 wurden insgesamt 14 Steinkäuze vor der Auswilderung mit digitalen Radio- Telemetriesendern versehen. Die Nachsuche erfolgte mit mobilen Empfängern des Typs„ digi R- 100". Um Energie zu
5.5 Habitatanalyse
Neben der optisch- empirischen Auswahl geeigneter Steinkauzhabitate unter Hinzuziehung erfahrener externer Steinkauzkenner sollen fachlich fundier
sparen und damit die Sendedauer zu verlängern, wurde die tägliche Sendezeit auf 17: 30-21: 30 Uhr begrenzt. Ziel der Telemetrie war es, Erkenntnisse über bevorzugte Aufenthaltsorte und das Abwanderungsverhalten zu gewinnen.
te Angaben zur Habitateignung vorliegen. Deshalb werden Untersuchungen zur Nahrungsverfügbarkeit an verschiedenen Standorten zu Vorkommen von