Mädlow& Rudolph: Ergebnisse der Haubenlerchen- Kartierung in Brandenburg 2015-2016
Siedlungsdichten wie heutzutage im Niederen Fläming dürften bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein in vielen Gebieten Brandenburgs üblich gewesen sein. Mit der für Haubenlerchen ungünstigen Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und der Entwicklung von Siedlungsstrukturen sowie der allgemeinen Eutrophierung der Landschaft mag die Bodenbeschaffenheit eine größere Rolle für den Erhalt der Restbestände spielen als dies bei günstigen Umweltbedingungen früher der Fall war.
Lebensraum
Wohnblockbebauung ist als Lebensraum inzwischen weitgehend bedeutungslos geworden. Das war erwartet worden( KRÜGER in ABBO 2001, MÄDLOW& RUDOLPH 2008), weil Freiflächen zwischen älteren Wohnblöcken inzwischen durch Sukzession oder Grünanlagenpflege bewachsen und neuere Baugebiete kaum mehr für Haubenlerchen geeignet sind. Im ländlichen Raum verschwinden Haubenlerchen, wenn Stallanlagen geschlossen werden. Die Tendenz zur„ Verschönerung“ von Dörfern durch Versiegelung oder Bepflanzung brachliegender Offenflächen leistet einen weiteren Beitrag zum Lebensraumverlust. Die allgemeine Eutrophierung trägt dazu bei, dass geeignete Gebiete schneller zuwachsen und für die Haubenlerche verloren gehen.
Bereits bei der Auswertung der letzten Erfassung( MÄDLOW& RUDOLPH 2008) wiesen wir darauf hin, dass Schutzmaßnahmen für diese zwar nicht global, aber in Deutschland hoch bedrohte Art aufgrund ihrer speziellen Lebensraumansprüche kaum realistisch möglich sind. Die Entwicklung der letzten Jahre in Südostbrandenburg zeigt, wie schnell ganze Regionen von der Haubenlerche aufgegeben werden können. Es bleibt die Hoffnung, dass diese ehemals so typische und vielen Menschen vertraute Art der Kulturlandschaft wenigstens in einigen Gunstgebieten wie dem Fläming noch überdauern kann.
Literatur
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Anhang 1: Umgrenzung der Probeflächen
Region Wittenberge: brandenburgische Anteile der Messtischblätter 2936( Wittenberge Nord) und 3036 ( Wittenberge)
Region Templin: frühere Verwaltungsgrenze( bis 1993) des Kreises Templin
Zeschdorf: Messtischblatt 3552( Alt Zeschdorf) Frankfurt: Stadtgebiet von Frankfurt/ Oder Schlaubetal: Naturpark Schlaubetal und angrenzende Flächen: im Westen begrenzt durch die Orte Müllrose- Mixdorf- Oegeln- Oelsen; im Osten begrenzt durch die Orte Schernsdorf- Fünfeichen- Möbiskruge- Lawitz- KumroRatzdorf- Oderverlauf bis Nordteil Guben- Groß BreesenSchwerzko- Treppeln
Region Beeskow: frühere Verwaltungsgrenze( bis 1993) des Kreises Beeskow
Niederer Fläming/ Luckenwalde: die Fläche wird umgrenzt von den Ortschaften Jüterbog- Kloster ZinnaLuckenwalde- Felgentreu- Kemnitz- Nettgendorf- Glau