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Kartenzeichen wird erstmalig auf der Prignitzer Landkarte sichtbar, das Zeichen für die Eisenbahn. Ihr Schienennetz und die großen Verkehrsstraßen bestimmen das Bild der Landkarte von heute.
Anmerkung.
Die älteste Karte aus dem Besitz des Museums Heiligengrabe, auf der auch die Prignitz eingezeichnet ist, trögt die Bezeichnung lVlarcbiu Vetus, vuIZo ^Ite lVlarck in lVlarcll. 6run- äenburZico. Handschriftlich ist die Jahreszahl 1640 darauf eingetragen. Als Verfasser ist Christian Moll genannt. Was diese Karte erstaunlich macht, ist, daß sie nicht von Nord nach Süd, sondern von Ost nach West orientiert ist. Die Lage der Orte ist vollständig willkürlich angegeben. Wittstock beispielsweise liegt nordöstlich von Meyenburg. Interessant ist, daß die Orte Groß- und Klein-Gottschow mit Deutsch- und Wendisch- Gottschow bezeichnet werden. Von den im vorliegenden Aussatz bezeichnten wüsten Orten sind Rudow und Groß-Heinrichs- dorf angegeben. Die Aufzählung der Dörfer — sie sind nur als Kirchdörfer aufgeführt — ist überaus lückenhaft. So fehlt neben vielen anderen Techow bei Heiligengrabe. Oft begegnen fremde Namen. Zweifellos haben trotz dieser Fehler diese alten Karten uns viel zu sagen und es ist sehr dankenswert, daß der Verfasser der obenstehenden Arbeit auf diese Quelle der Heimatkunde hingewiesen hat. Vielleicht liegt auf manchem noch zu entrümpelnden Boden noch ein oder die andere alttKarte. Sie darf Nicht zum Altpapier wandern, sondern muß den Weg in dib Heimatmuseen finden.