Heft 
(1937 - 1938) 1
Seite
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Heimat ist und

nicht von der Eis­zeit aus dem Nor­den in unser Land gebracht wurde, wie das Penusion aus nordischem Skolithussand- stein, denn in der Jurazeit hat sich über die Prignitz, d.h.über einen noch erheblich größeren Teil Norddeutsch­lands ein mächti­ger See gebreitet, und in ihm haben die Ammoniten, wie sie unsere Ver­steinerung zeigt, gelebt. An einzel­nen Stellen der Mark in einer Tiefe von etwa 800 Meter sind diese Juraformationen noch erbohrt. Daß das schöne Fundstück ans Zernitz auch für die Wissenschaft wichtig ist, beweist, daß das Paläontologische Institut einen Abguß davon nahm.

Abb. 7. ^LLMLepkslitss spec.

Aber auch andere interessante geologische Vorkommnisse ent­hält unser Boden, so stark er auch mit Ablagerungen über­schüttet ist und zweien von ihnen sind wir in diesem Jahre be­gegnet. Beide Male wurden sie uns als vorgeschichtliche Fund­stellen gemeldet. Einmal meldete der Fundbericht: mau sei bei Erdarbeiter: auf eine geschichtete Steinpackung gestoßen. Nach ober: seien die regelmäßigen und augenscheinlich bearbeiteten Stücke wagerecht geschichtet gewesen, doch habe sich beobachten lassen, daß sich die Schichtung nach den Seiteil senkte und hier in Schrägrichtung verlief. Zur Probe waren einige Steine mit­geschickt. Diese Steine aber ließen erkennen, daß es sich bei dem Fund nicht um eine Schichtung von Menschenhand, son­dern um ein natürliches Vorkommnis handele. In der unseren: Museum vom Paläontologische:: Institut Berlin im Austausch mit dem Penusiou überwiesenen Sammlung der Erdschichten der Kurmark befindet sich auch ein Stück unter dem Namen Backsteinkalk. Als frisches Gestein ist es duukelgrauer, spröder Kieselkalk, wie er auch in seltenen Fällen zur Herstellung von jungsteinzeitlichen Aerten benutzt worden ist. Durch Verwitte­rung aber wird sein Gehalt an kohlensauerem Kalk ausgelaugt