kischen Museum anfertigeu ließ. So konnten wir denn bei der Eröffnung am 26. Juni 1931 voll Stolz auch eine vorgeschichtliche Abteilung vorzeigeu, ein „Wilhelm-Ratig-" und ein „Seddinzimmer". Es wurden ferner zu besonderen Abteilungen in gesonderten Räumen zusammengestellt die kirchlichen Geräte und Bildwerke, die Waffen und Uniformen, die Stücke aus der Stadtgeschichte Perlebergs, die Jnnungsgerätschaften, Handarbeiten und Spielzeug, die Möbel der Biedermeierzeit und älterer bürgerlicher Hausrat. Der Hofraum zeigt unter anderem Grabsteine und Balkenwerk.
In der Folgezeit konnte die vorgeschichtliche Abteilung am stärksten bereichert werden. Das ist in erster Linie das Verdienst des im Jahre 1930 zum staatlichen Bezirkspfleger für Einblick in manche nnchngßn 'uno 'werrvoneiü Beziechmgän geben wird.
Zum Schluß aber bleibt eine Frage: findet unsere Arveit das Echo, das wir wünschen? Sagt uns dies Echo, daß wir auf dem richtigen Wege sind? Wenn wir nur den Stand unserer Mitglieder ansähen, so müßten wir nein sagen — sie haben nicht zugenommen. Darum rufen wir alle Freunde unserer Arbeit zu intensivster Werbung auf. Eine Arbeit wie die unsere bedarf des breiten Bodens und bedarf auch der Mittel, um lebendig zu bleiben und weiter leisten zu können, was ihr an Aufgaben zufällt. Als Ziel soll uns die Zahl vorschweben, die Paul Quente in dem Mitgliederstand des Museumsvereins erreichte — 1000. Damit wäre nur die Kleinigkeit von 800 Mitgliedern neu zu werben. Wir werden auch in unserem Museum Listen für unsere Besucher auslegen. Oft bedarf es ja nur eines kleinen Anstoßes. Und unsere Besucherzahl rechtfertigt solche Listen — sie hat wieder die Höhe der Vorkriegszeit erreicht: über 3000 Besucher im Jahr, um 22 °/o mehr als im Vorjahr. Diese Besucherzahl wird nur dadurch ermöglicht, daß unser Museum täglich von 8—12. Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags, Sonntags von 2—6 Uhr, geöffnet ist und daß in dieser Zeit die Besucher unter Führung, die nicht nur die einzelnen Fundstücke, sondern auch die großen Zusammenhänge erläutert, die Sammlungen besichtigen können. Diese Arbeit kann nur mit großen geldlichen Opfern aufrecht erhalten werden. Aber diese Besucherzahl ist auch das Echo, das uns zeigt, daß wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Wege sind, sie macht uns Mut, den Zielen, die in uns lebendig sind, weiter zuzustreben. So bitten wir noch einmal alle unsere Mitglieder und alle unsere Besucher um lebendigste Mitarbeit.