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und ohne für die uns so wichtige Zeit der Abwanderung der Germanen Kunde zu geben, vernichtet worden wären. Die zahlreich herumliegenden Beigaben und Scherben erzählten von Zerstörungen, die schon stattgefunden hatten. Für die Wulfers- dorfer Grabung waren uns Männer vom Arbeitsdienst zur Verfügung gestellt worden. Sie waren mit der größten Hingabe und Begeisterung bei der Sache und noch nach Jahresfrist schrieb einer von ihnen, die 5 Grabungstage gehörten zu den schönsten Erinnerungen seiner Arbeitsdienstzeit.
Auf die folgenden Jahre verteilen sich die Grabungen von Garz, einer Siedlung aus der Großgermanenzeit, die Hausgrundrisse und Herde ergab, von Buchholz, wo eine Eisenverhüttungsstelle zu Tage kam, und endlich von Döllen, das
Das Museum zu Perleberg seit dem Jahre
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<D^m Jahre 1922 wurde das Museum durch seinen Gründer
Wilhelm Ratig in fünf Räumen des städtischen Lyzeumsgebäudes neu eingerichtet. Es war hier zwar mehr Platz vorhanden als zuvor im Rathaus. Die verschiedenen Abteilungen konnten aber auch jetzt noch nicht voneinander gesondert werden. Und unaufhörlich kamen neue Gegenstände dazu. Der Katalog zeigte bereits dreitausend Nummern.
Da stellte die Stadtverwaltung im Jahre 1930 das alte Schulgebäude am Mönchort für die Zwecke des Museums zur Verfügung. Herr Ratig war im März 1929 gestorben. Den neu ernannten Pflegern erwuchs daher gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit die schwierige und doch schöne und dankbare Ausgabe, das Museum völlig neu aufzubauen.
Im neuen Heim standen uns insgesamt siebzehn Räume und ein großer, von Gebäuden eingeschlossener Hof zur Verfügung. Zwei Zimmer wurden zu einer Wohnung für den Wärter benötigt. Im übrigen sollten zunächst zehn Räume zur Einrichtung kommen. Nun waren aber doch noch immer große Lücken in den Sammlungen vorhanden. Welche Gruppen durften wir bilden und welche nicht? So schien zum Beispiel die Aufstellung einer vorgeschichtlichen Abteilung fast unmöglich. Wir besaßen dafür etwa dreißig Geräte und eine bescheidene Urnensammlung. Da stellte uns auf unser Ersuchen hin Dr. Helmuth Ratig, der Sohn des verstorbenen Museumsgründers, die Privatsammlung seines Vaters mit etwa zweihundert Stücken aus der Vorgeschichte leihweise zur Verfügung. Dazu kamen dann noch die Nachbildungen der Fundstücke aus dem Königsgrab von Seddin, die die Stadtverwaltung nach den Originalen im Mär-