Heft 
(1937 - 1938) 1
Seite
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hast darum kämpfen, dem Museum die Volkstümlichkeit zu ge­winnen. Ein Museum ist kein Kuriositätenkabinett mehr. Und es soll dies auch nicht mehr in den Augen der Allgemeinheit sein. Es ist wahrlich eine schöne Ausgabe, Vergangenheit leben­dig zu machen. Und wer immer durch unsere Räume schreitet, jedem sollen die stummen Zeugen der Vorzeit erzählen können, wie kernhaft echt diese Zeit war und wie stolz wir auf unsere Väter und Vorväter sein dürfen aber auch, wie lang der Weg war, ans dein sich der Strom des Seins hinanfstufte bis zur Kultur unserer Tage und wie groß die Mühe, die aufge­wendet werden mußte. Und daraus wollen wir alle immer wieder etwas aufuehmen in unser Verantwortungsbewußtsein aus der Vergangenheit für die Zukunft! Martins.

Die Neuerwerbungen des Ltadt- und Kreismuseums Westprignih in Perleberg vom Januar 19Z6 bis August 19Z7.

Erstmalig seit ihrer Herausgabe erscheinen in denMit­teilungsblättern des Heimat- und Museumsvereins in Heiligen­grabe" einige Beiträge, welche sich mit dem Stadt- und Kreis­museum Westprignitz in Perleberg beschäftigen und von seiner Arbeit berichten. Wir haben die Gelegenheit, weiteren Kreisen einen Tätigkeitsbericht zu geben, gern ergriffen, zumal uns mit dem Heimatmuseum Heiligengrabe sreundnachbarliche Zusammen­arbeit verbindet.

Bei dem nachfolgenden Bericht über unsere Neuerwerbungen haben wir uns auf die katalogmäßige Wiedergabe seit Januar 1936 bis Ende August 1937 beschränkt. Etwa den gleichen Zeit­raum betreffen die Fundmeldungen. Ueber einige noch nicht abgeschlossene Untersuchungen kann jedoch erst später berichtet werden. Erwähnen möchten wir hierbei noch, daß der Pfleg­schaftsbezirk Perleberg im vergangenen Jahre durch den Staat­lichen Vertrauensmann für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer, Professor Dr. Unverzagt, erheblich vergrößert worden ist und zwar sowohl im Südosten, als auch im Nordwesten des Kreises. Die Siedlungsstelleu von Viesecke und Lenzersilge, aus deren Grabungen das Kreismuseum erhebliche Bestünde besitzt, gehören nunmehr zum Perleberger Pflegschaftsbezirk.

Die Zugänge waren in dem Berichtszeitraum wieder recht zahlreich. Wir beschränken uns deshalb bei der Wiedergabe