Heft 
(1937 - 1938) 1
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bel auf einem springenden Pferd (datiert 1751), Wickelkinder, Krebse, Fische, Vögel, Schlüssel, Näpfchen usw.

Wendisch Warnow. (Gastwirtin Marie Düwerth). Zy­lindrische Zuckerdose aus Ton, dunkelbraun, Rebengewinde auf dem Mittelteil.

6. Vorgeschichte.

Ans mehreren mittel st einzeitlichen Fundplätzen konnten während der Berichtszeit weitere 171 Geräte der Schau­sammlung zugeführt werden. Der Zuwachs ist recht reichhaltig und besteht aus 1 Kernbeil, 46 Mikrolithen, 3 Angelhaken, 3 Stielspitzen, 9 Spitzen, 1 Kantenstichel, 6 Sticheln, 17 Spitz­balken, 1 Bohrer, 5 Schabern (Kratzern), 2 Rundkratzern, 68 Klingen, 3 Klingenspitzen, 3 Rückenmessern, 3 querschneidigen Pfeilspitzen, 6 Kernsteinen, 3 Beil-Bruchstücken ans Felsgestein und 2 Pfeilspitzen mit einwärts geschwungener Grundseite.

Klein Berge (Mühlenbesitzer Arthur König). Im Jahre 1936 wurde dem Museum ein Arthammer (schwere Arbeitsaxt) ge­stiftet, welche 1920 beim Tiefpflügen auf dem Königschen Grund­stück rechts des Weges Klein BergeBresch gefunden wurde.

Boberow, Kiebitzberg (Pfarrer Neumann). Beim Räumen eines Abzugsgrabens wurde im moorigen Boden in einer Tiefe von 0,70 Meter ein grauer Feuersteindolch entdeckt, welcher eine lorbeerblattförmige Klinge und einen abgesetzten Griff mit Mittelrücken auf einer Seite hat.

Düpow (Heidplan). Spielende Kinder legten in der Bauern­sandgrube ein 20,9 Zentimeter langes Steinbeil mit abgesetztem Nackenteil aus grau-grünem Gestein bloß. Es lag frei im gelblich-grauen Sande. Die ursprüngliche Lagerungstiese des Fundes hat etwa 1,25 Meter betragen.

Garlin, Ortsteil Bootz (RAD. 4/94). Bei den Löcknitz- Regulierungsarbeiten stießen Arbeitsdienstmänner dicht an der Bootzer Schleuse auf eine Axt aus grau-grün gesprenkeltem Gestein, welche allseitig geschliffen ist. Der Nacken ist rings ein­gezogen und scheibenförmig gestaltet. Auf einer Seite ist mit einer zylindrischen Vollbohrung begonnen.

Guhlsdorf (Arbeiter Adolf Theidig). Die Suche nach Alt­material brachte ein vor längerer Zeit entdecktes bronzenes Absatzbeil von norddeutschem Typ wieder an das Licht. Dem verständnisvollen Eingreifen des Lehrers Becker ist es zu danken, daß das Stück nicht eingeschmolzen wurde. Fundplatz und Fund­umstände waren nicht mehr zu ermitteln.

Kleinorv (Bauer Martin Lamprecht). Steinaxt aus grauem, etwas verwittertem Gestein mit leicht gerundetem Nacken. Sei­tenkanten unscharf. Konisches Stielloch in der Mitte der Länge. Lesefund auf einem Feldweg.