einräume. Am 18. Mai 1793 hat dann der Präsident von Rohr in Cleve diesen Rezeß durch seine Unterschrift anerkannt.
Unentwegt hat in den folgenden Jahren die Gemeinde auf völlige Befreiung von den Naturaldiensten und Kornpächten, die ihr trotz der Separation noch geblieben waren, gedrungen. Aber die unglücklichen Jahre von 1806/07 hinderten jeden Fortgang. Erst am 15. September 1812 wurden die Naturaldienste der Gemeinde in einem 'Vergleich mit der Herrschaft durch Abtretung von Grundstücken abgelöst. Durch diese Abtretung von Grundstücken wurde eine neue Ausmessung der der Gemeinde verbleibenden Aecker und Weiden nötig. Hierbei wurde auch die im Jahre 1784/85 in der Hauptseparation festgelegte Bonitierung abgeändert und dann durchs Los bestimmt, in welcher Reihenfolge der künftig einem jeden einzelnen Gemeindegliede gebührende Plan gelegt werden sollte. Nachdem das geschehen war, auch dem Küster für die Wiesen und Weide, die er bisher in der Gemeinheit besessen, eine Entschädigung gegeben war, wurde der Rezeß geschlossen und vollzogen. Nun sollte jeder von Frühjahr 1813 an seine Grundstücke von aller Gemeinheit frei nutzen dürfen, ihm auch das Recht zustehen, seine im Dorf gelegene Hofstelle zu veräußern oder sich außerhalb des Dorfes auf seinem ihm zugefallenen Plan aufzubauen. Aus dem Gemeinbesitz sollte ein Morgen herausgenommen und als Lehm- bzw. Sandkuhle gebraucht werden, das Sandabfahren aber nur dem gestattet werden, der mit seinem Ackerplan nicht an das Luch herankomme. Die übrigen müßten den Sand von ihrem eigenen Ackerplan nehmen.
Die bisherige Befugnis des Dorfküsters, sein Vieh auf die Gömeindeweide zu treiben, wofür der Gemeinde bei der Hauptseparation 9 Morgen Luchweide ausgesetzt waren, wurde dahin abgeändert, daß dem Küster eine Wiese von 9 Morgen 62 Quadratruten mit der ihm gebührenden 9 Morgen-Hütung seinem Wunsche gemäß im Zusammenhang im Luch zugeteilt wurde. Die Verhandlungen über diese Separation der Bauern, ihren Abbau in Dannenwalde und ihren Aufbau in einer Entfernug von einer viertel Meile westlich von diesem Orte habe ich in einem Heimatbuch „Die Entstehung des Dorfes Friedheim bei Dannenwalde, Ostprignitz" niedergelegt.
Ueber die Bezahlung des Hüterlohnes auf der gemeinschaftlichen Weide ist es aber 1820 zwischen dem Sohn und Nachfolger des Präsidenten von Rohr, dem Rittmeister von Rohr- Wulkow, und 14 Kolonisten zu neuen Verhandlungen gekommen, von Rohr war der Meinung, daß nach der Erbverschreibung vom 18. Februar 1782 alle Kolonisten zu dem Lohn des von der Herrschaft gehaltenen Hirten soviel beizutragen hätten, als