Fortsetzung von Seite 17
Werkes: Automatisierungs- und Antriebstechnik ın Leipzig.
Nach der Betriebsbesichtigung machte besonders die überraschende Offenheit der dortigen Manager hinsichtlich betriebsbe
dingter Probleme die
sen Tag so interessant. Dabei ging es unter anderem um die Probleme, die sich aus der Sanierung eines Profit-Centers ergeben. Einen gelungenen Abschluß stellte die großzügige Einladung zum Abendessen durch Siemens dar.
schaftsstudierende.
So wie die Unternehmen den Studenten Einblicke in Organisation und Produktion
Besuchten die Sachsenzweirad GmbH Neukirch: Potsdamer Wirt
Foto: Kestel
boten, stellte Dieter Wagner den Firmen Tätigkeiten und Forschungsprojekte seines Bereiches vor. Nicht zuletzt dadurch war diese Exkusion nach Meinung aller Beteiligten eine höchst informative Veranstaltung. Christina Kestel
KURATORIUM MIT NAMEHAFTEN PERSÖNLICHKEITEN
Die Universität Potsdam besitzt ein neues Gremium. Seit kurzem verfügt sie über ein Kuratorium, dessen konstituierende Sitzung bereits im Februar dieses Jahres stattfand. Seine Mitglieder wurden zuvor durch den Senat der Hochschule gewählt.
Es handelt sich im einzelnen um Prof. Dr. Rolf Emmermann(Leiter des GeoForschungsZentrums Potsdam), Dr. Hinrich Enderlein (Geschäftsführer Semicon GmbH), Dr. Alexander Gauland(Geschäftsführer Märkische Allgemeine Zeitung), Dr. Horst Gramlich (Oberbürgermeister der Stadt Potsdam), Günther Jauch(Journalist), Prof. Dr. Günter Kappler(BMW& Rolls Royce Aero Engines GmbH), Gerd Köhler(GEW Hauptvorstand), Dr. Peter Macke(Präsident des Oberlandesgerichts), Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer (Intendant des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg), Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schipanski(Technische Universität Ilmenau, bisherige Vorsitzende des Wissenschaftsrates) sowie Giorgia Tornow(Journalistin). Aus der Einrichtung selbst kommen Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und Kanzler Alfred Klein hinzu.
Vollständig besetzt ist das Gremium derzeit noch nicht. Insgesamt wird es in Zukunft aus 15 Mitgliedern bestehen, deren Amtszeit vier Jahre beträgt. Das Kuratorium hat die Aufgabe, als Bindeglied zwischen der Gesellschaft und der Universität zu wirken, die Verbundenheit der akademischen Bildungsstätte mit dem regionalen Umfeld zu vertiefen sowie der Hochschule beratend zur Seite zu stehen. Um diesem Anliegen gerecht zu werden, nominierte man Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die durch ihre berufliche Tätigkeit oder in sonstiger Weise der Potsdamer Hochschule besonders verbunden sind. Die Universität Potsdam ist sich sicher, Kuratoren gefunden zu haben, die sich ent
sprechend ihren jeweiligen Möglichkeiten tatkräftig für das Wohl der Universität einsetzen werden. Geplant ist die Festlegung konkreter Arbeitsfelder und-gruppen. Gemeinsame Sitzungen sollen mindestens zweimal im Jahr stattfinden. PC.
AUS DEM KONZIL BERICHTET
Die Mitglieder des 3. Konzils der Universität Potsdam trafen sich am 5. Februar 1998 zu ihrer fünften Sitzung. Schwerpunkt waren die Diskussion und Beschlußfassung zum Positionspapier der Konzilskommission„Hochschulreform“. Das als allgemeines Theoriedokument angelegte Papier dokumentiert die Position des Gremiums innerhalb laufender Reformen.
Das Gremium lehnt ab, einen Hochschulrat mit exklusiven Vorschlagsrechten für die Wahl des Uni-Präsidenten und mit weitreichenden Mitwirkungsrechten bei der Entscheidung über die Entwicklungspläne der Hochschulen einzurichten. Die Verfasser plädieren dafür, daß die Gesellschaft in gröBerem Maße Nutzen aus der universitären Forschung ziehen kann. Auch sollen sich Studierende und Mitarbeiter stärker allgemeinpolitisch artikulieren können. Gefordert wird ferner die Verteidigung der Gruppenuniversität. Außerdem sprechen sich die Konzilsmitglieder für die Stärkung und gegen die Abschaffung ihres Gremiums sowie für den Ausbau der Mitbestimmungsrechte der Studierenden aus. Die Konzilsmitglieder stimmten dem Positionspapier mehrheitlich zu. Die Kommission„Hochschulreform“ erhielt den Auftrag, ihre Arbeit fortzuführen und Konsequenzen aus dem Dokument für die Universität Potsdam abzuleiten. B.E.
AUS DEM SENAT BERICHTET
Die 48. Sitzung am 22. Januar 1998 war nicht öffentlich. In seiner 49. Sitzung am 5. Februar 1998 hat sich der Senat der Universität Potsdam u.a. mit folgenden Themen beschäftigt bzw. nachstehende Beschlüsse gefaßt:
Der Rektor berichtete über eine zu erwartende Evaluierung der Juristischen, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen sowie der beiden Philosophischen Fakultäten der Potsdamer Universität durch den Wissenschaftsrat. Diese solle parallel zur Evalujerung der Europa Universität Frankfurt/Oder durchgeführt werden. Des weiteren informierte er über eine bis auf weiteres geltende Stellenbesetzungssperre für alle Hochschulen Brandenburgs, die erst nach Klärung der Unterfinanzierung der Hochschulen in 1998 wieder aufgehoben werden solle. Allein für die Universität Potsdam betrage die Unterfinanzierung in diesem Jahr rund acht Millionen DM.
Der Senat beschloß im Anschluß an den Bericht des Rektors die Einrichtung einer nichtständigen fakultätsübergreifenden Kommission zur Erarbeitung einer inhaltlichen Konzeption als Grundlage für eine Studienordnung für das Magisternebenfach Frauen- und Geschlechterstudien. Den Vorsitz der Kommission übernimmt Prof. Dr. Irene Dölling aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Seine Zustimmung erteilte der Senat ferner der Studienordnung und Magisterprüfungsordnung für das Magisterstudium im Fach Anthropogeografie sowie der Studienordnung für die Lehramtsstudiengänge im Fach Chemie und den Besonderen Prüfungsbestimmungen für die Zwischenprüfung im Lehramtsstudium des Faches Chemie.
Bei vier Enthaltungen passierte ein Mittelverteilungsmodell für Lehraufträge, Gastprofessoren und Kolloquia das Gremium. Das Modell geht von insgesamt 360.000 DM (abzüglich einer Kanzlerreserve von zehn Prozent) im Jahr 1998 aus. Darüber hinaus beschloß der Senat, den Fakultäten zu empfehlen, keine Promotions- und Habilitationsgebühren zu erheben. Er stimmte der Umbenennung eines Teils der Professuren im Institut für Geowissenschaften zu: Die Bezeichnung für die Professur für Sedimentpetrographie und Sediment-Geochemie lautet jetzt Professur für Mineralogie, die Professur für Angewandte Geologie heißt jetzt Professur für Petrologie, die Professur Allgemeine Geologie II Professur für Exogene Dynamik und die Professur für Angewandte Geophysik oberflächennaher Bereiche Professur für Angewandte Geophysik, Geophysikalische Numerik.
Das Gremium nahm die von ihm ge->
Seite 18
PUTZ 3/98