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(1.1.2019) 03
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Fortsetzung von Seite 17

Werkes: Automatisie­rungs- und Antriebs­technik ın Leipzig.

Nach der Betriebsbe­sichtigung machte be­sonders die überra­schende Offenheit der dortigen Manager hin­sichtlich betriebsbe­

dingter Probleme die­

sen Tag so interessant. Dabei ging es unter an­derem um die Pro­bleme, die sich aus der Sanierung eines Profit-Centers ergeben. Ei­nen gelungenen Abschluß stellte die großzü­gige Einladung zum Abendessen durch Sie­mens dar.

schaftsstudierende.

So wie die Unternehmen den Studenten Einblicke in Organisation und Produktion

Besuchten die Sachsenzweirad GmbH Neukirch: Potsdamer Wirt­

Foto: Kestel

boten, stellte Dieter Wagner den Firmen Tä­tigkeiten und Forschungsprojekte seines Bereiches vor. Nicht zuletzt dadurch war diese Exkusion nach Meinung aller Betei­ligten eine höchst informative Veranstal­tung. Christina Kestel

KURATORIUM MIT NAMEHAFTEN PERSÖNLICHKEITEN

Die Universität Potsdam besitzt ein neues Gremium. Seit kurzem verfügt sie über ein Kuratorium, dessen konstituierende Sitzung bereits im Februar dieses Jahres stattfand. Seine Mitglieder wurden zuvor durch den Senat der Hochschule gewählt.

Es handelt sich im einzelnen um Prof. Dr. Rolf Emmermann(Leiter des GeoForschungs­Zentrums Potsdam), Dr. Hinrich Enderlein (Geschäftsführer Semicon GmbH), Dr. Alex­ander Gauland(Geschäftsführer Märkische Allgemeine Zeitung), Dr. Horst Gramlich (Oberbürgermeister der Stadt Potsdam), Günther Jauch(Journalist), Prof. Dr. Günter Kappler(BMW& Rolls Royce Aero Engines GmbH), Gerd Köhler(GEW Hauptvorstand), Dr. Peter Macke(Präsident des Oberlandes­gerichts), Prof. Dr. Hansjürgen Rosenbauer (Intendant des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg), Prof. Dr.-Ing. Dagmar Schi­panski(Technische Universität Ilmenau, bis­herige Vorsitzende des Wissenschaftsrates) sowie Giorgia Tornow(Journalistin). Aus der Einrichtung selbst kommen Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und Kanzler Alfred Klein hinzu.

Vollständig besetzt ist das Gremium derzeit noch nicht. Insgesamt wird es in Zukunft aus 15 Mitgliedern bestehen, deren Amtszeit vier Jahre beträgt. Das Kuratorium hat die Aufga­be, als Bindeglied zwischen der Gesellschaft und der Universität zu wirken, die Verbunden­heit der akademischen Bildungsstätte mit dem regionalen Umfeld zu vertiefen sowie der Hochschule beratend zur Seite zu stehen. Um diesem Anliegen gerecht zu werden, no­minierte man Persönlichkeiten des öffentli­chen Lebens, die durch ihre berufliche Tätig­keit oder in sonstiger Weise der Potsdamer Hochschule besonders verbunden sind. Die Universität Potsdam ist sich sicher, Ku­ratoren gefunden zu haben, die sich ent­

sprechend ihren jeweiligen Möglichkeiten tatkräftig für das Wohl der Universität ein­setzen werden. Geplant ist die Festlegung konkreter Arbeitsfelder und-gruppen. Ge­meinsame Sitzungen sollen mindestens zweimal im Jahr stattfinden. PC.

AUS DEM KONZIL BERICHTET

Die Mitglieder des 3. Konzils der Univer­sität Potsdam trafen sich am 5. Februar 1998 zu ihrer fünften Sitzung. Schwerpunkt waren die Diskussion und Be­schlußfassung zum Positionspapier der Kon­zilskommissionHochschulreform. Das als allgemeines Theoriedokument angelegte Papier dokumentiert die Position des Gremi­ums innerhalb laufender Reformen.

Das Gremium lehnt ab, einen Hochschulrat mit exklusiven Vorschlagsrechten für die Wahl des Uni-Präsidenten und mit weitrei­chenden Mitwirkungsrechten bei der Ent­scheidung über die Entwicklungspläne der Hochschulen einzurichten. Die Verfasser plädieren dafür, daß die Gesellschaft in grö­Berem Maße Nutzen aus der universitären Forschung ziehen kann. Auch sollen sich Studierende und Mitarbeiter stärker allge­meinpolitisch artikulieren können. Gefordert wird ferner die Verteidigung der Gruppen­universität. Außerdem sprechen sich die Konzilsmitglieder für die Stärkung und ge­gen die Abschaffung ihres Gremiums sowie für den Ausbau der Mitbestimmungsrechte der Studierenden aus. Die Konzilsmitglieder stimmten dem Positionspapier mehrheitlich zu. Die KommissionHochschulreform er­hielt den Auftrag, ihre Arbeit fortzuführen und Konsequenzen aus dem Dokument für die Universität Potsdam abzuleiten. B.E.

AUS DEM SENAT BERICHTET

Die 48. Sitzung am 22. Januar 1998 war nicht öffentlich. In seiner 49. Sitzung am 5. Februar 1998 hat sich der Senat der Uni­versität Potsdam u.a. mit folgenden The­men beschäftigt bzw. nachstehende Be­schlüsse gefaßt:

Der Rektor berichtete über eine zu erwarten­de Evaluierung der Juristischen, der Wirt­schafts- und Sozialwissenschaftlichen sowie der beiden Philosophischen Fakultäten der Potsdamer Universität durch den Wissen­schaftsrat. Diese solle parallel zur Evalu­jerung der Europa Universität Frankfurt/Oder durchgeführt werden. Des weiteren infor­mierte er über eine bis auf weiteres geltende Stellenbesetzungssperre für alle Hochschu­len Brandenburgs, die erst nach Klärung der Unterfinanzierung der Hochschulen in 1998 wieder aufgehoben werden solle. Allein für die Universität Potsdam betrage die Unter­finanzierung in diesem Jahr rund acht Millio­nen DM.

Der Senat beschloß im Anschluß an den Bericht des Rektors die Einrichtung einer nichtständigen fakultätsübergreifenden Kommission zur Erarbeitung einer inhaltli­chen Konzeption als Grundlage für eine Studienordnung für das Magisternebenfach Frauen- und Geschlechterstudien. Den Vor­sitz der Kommission übernimmt Prof. Dr. Ire­ne Dölling aus der Wirtschafts- und Sozial­wissenschaftlichen Fakultät. Seine Zustim­mung erteilte der Senat ferner der Studien­ordnung und Magisterprüfungsordnung für das Magisterstudium im Fach Anthropo­geografie sowie der Studienordnung für die Lehramtsstudiengänge im Fach Chemie und den Besonderen Prüfungsbestimmungen für die Zwischenprüfung im Lehramtsstudium des Faches Chemie.

Bei vier Enthaltungen passierte ein Mittel­verteilungsmodell für Lehraufträge, Gast­professoren und Kolloquia das Gremium. Das Modell geht von insgesamt 360.000 DM (abzüglich einer Kanzlerreserve von zehn Prozent) im Jahr 1998 aus. Darüber hinaus beschloß der Senat, den Fakultäten zu emp­fehlen, keine Promotions- und Habilitations­gebühren zu erheben. Er stimmte der Um­benennung eines Teils der Professuren im Institut für Geowissenschaften zu: Die Be­zeichnung für die Professur für Sedimentpe­trographie und Sediment-Geochemie lautet jetzt Professur für Mineralogie, die Professur für Angewandte Geologie heißt jetzt Profes­sur für Petrologie, die Professur Allgemeine Geologie II Professur für Exogene Dynamik und die Professur für Angewandte Geophy­sik oberflächennaher Bereiche Professur für Angewandte Geophysik, Geophysikalische Numerik.

Das Gremium nahm die von ihm ge->

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